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Aktuelles News & Artikel Internationale Presse zu Darfur

Zeitraum 9. Juni - 12 .Juni 2006

Internationale Presse zu Darfur

Hinweis zum Sprachgebrauch in älteren Beiträgen

Der folgende ältere Beitrag kann Sprache und Formulierungen enthalten, die heute nicht mehr den Ansprüchen einer diskriminierungsfreien und sensiblen Ausdrucksweise entsprechen. Er wurde im historischen Kontext verfasst und bewusst unverändert gelassen, um unsere jahrzehntelange Menschenrechtsarbeit zu dokumentieren.

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Reuters, 12.6.2006

Cholera-Ausbruch in Flüchtlingslager

Die Weltgesundheitsorganisation hat 65 Cholera-Erkrankungen unter Flüchtlingen in Nyala (Süd-Darfur) gemeldet. Im Südosten Darfurs, in Gereida, sei bereits eine Person an der Seuche gestorben. Weitere Todesfälle werden erwartet, da sich die Epidemie immer mehr vom Südsudan ausbreitet. Im Südsudan sind seit Ende Januar 2006 bereits 13.800 Menschen an Cholera erkrankt und 516 Personen gestorben. Die Bakterienkrankheit breitet sich vor allem bei unhygienischen Zuständen in Flüchtlingslagern sehr schnell aus.

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Xinhua, 11.6.2006

Sudan bekräftigt Ablehnung von UN-Friedenstruppen

Der Berater des sudanesischen Staatspräsidenten, Majzoub al-Khalifa, hat nochmals am Sonntag die Ablehnung des Einsatzes einer UN-Friedenstruppe in Darfur gemäß Kapitel VII der UN-Charta bekräftigt. Einem Untersuchungsteam der Afrikanischen Union (AU) und der UN, das die Modalitäten eines Blauhelm-Einsatzes klären sollte, erklärte der einflussreiche Politiker, dass der Sudan die AU nicht autorisiert habe, ihr Mandat (für einen Truppen-Einsatz) auf irgendeine dritte Partei zu übertragen. Das Darfur Friedensabkommen sehe nicht irgendeine Rolle für die UN in Darfur vor, bekräftigte al-Khalifa.

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Sudan Tribune, 11.6.2006

Tschad geht im Weltsicherheitsrat gegen Sudan vor

Der Außenminister des Tschad Ahmat Allami kündigte am Sonntag an, der Tschad werde eine offizielle Beschwerde beim Weltsicherheitsrat einreichen, weil der Sudan Rebellen unterstütze, die die Regierung des Tschad stürzen wollten. Die Regierung des Tschad habe sich zu diesem Schritt entschlossen, weil alle Versuche der Afrikanischen Union, zu vermitteln, gescheitert seien.

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Sudan Tribune, 10.6.2006

Flüchtlinge im Tschad fordern Blauhelmsoldaten

„Vergewaltigungen, Plünderungen und Morde dauern außerhalb der Flüchtlingslager unter den Augen der Afrikanischen Union weiter an“, erklärte ein Sprecher der Flüchtlinge gegenüber 15 Diplomaten aus dem Weltsicherheitsrat. „Wir wollen, dass eine internationale Friedenstruppe eingreift und die Kriminellen vor Gereicht stellt“, forderte der Mann aus Darfur, während im Hintergrund Flüchtlinge Transparente hoch hielten, auf denen die Stationierung von UN-Friedenstruppen gefordert wurde. „Wir wollen Frieden, aber dieses Abkommen, was unterzeichnet, wird keinen Frieden bringen“, erklärte Abubakar, ein Führer der Massalit-Volksgruppe.

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Associated Press, 9.6.2006

SLM inhaftiert zwei Rebellenführer, weil sie Friedensabkommen ablehnen

Die SLM-Rebellengruppe, die das Darfur Friedensabkommen unterzeichnet hat, inhaftierte am 20.Mai 2006 ihren ehemaligen humanitären Koordinator Suleiman Jamous und am 22. Mai einen seiner Mitarbeiter, Issa Ali Hassabullah, weil sie das Vertragswerk ablehnen. Hassabullah soll in der Haft auch gefoltert worden sein. Zivilisten, die mit ihnen festgenommen worden, wurden am 29. Mai freigelassen.

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Sudan Tribune, 9.6.2006

Aufruf zum Heiligen Krieg

Ayman al-Zawahiri, stellvertretender Chef der Terrororganisation El Kaida, hat die Muslime dazu aufgerufen, Darfur gegen eine UN-Truppe zu verteidigen. Zawahiri rief in einer Videobotschaft zum Heiligen Krieg gegen die Besetzung des Westsudan durch ausländische Kräfte auf und kritisierte die sudanesische Regierung, weil sie nicht entschieden genug jede internationale Intervention ablehnt.

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Reuters, 9.6.2006

US-Präsident fordert Ende des Völkermordes

US-Präsident George W. Bush hat nach einem Treffen mit dem dänischen Ministerpräsidenten mehr internationale Zusammenarbeit gefordert, um den Genozid in Darfur zu beenden.

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Associated Press, 9.6.2006

Hilfsorganisationen fordern mehr Soldaten

Vertreter internationaler Hilfsorganisationen verlangten eine Verbesserung der Sicherheitslage und sprachen sich für die Stationierung von UN-Friedenstruppen aus, die mit einem robusten Mandat ausgestattet sein sollte, um die Zivilbevölkerung wirksam schützen zu können. Zum bisherigen Einsatz der Afrikanischen Union erklärte Rudy von Bernuth, der Leiter des Hilfsprogramms von Save the Children-USA: „Die AU-Truppen operieren oft, als ob sie verbundene Augen hätten….Sie haben nicht genug Personalstärke. Sie Haben nicht genug Ausrüstung. Und sie haben nicht den Nachrichtendienst, den eine moderne Militärstreitmacht braucht, um diesen Job zu machen.“

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