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Aktuelles News & Artikel Internationale Staatengemeinschaft versagt bei Bekämpfung des Völkermordes im Sudan

Sudan lehnt afrikanische Schutztruppe für Darfur ab

Internationale Staatengemeinschaft versagt bei Bekämpfung des Völkermordes im Sudan

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Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat der Europäischen Union am Dienstag Versagen bei der Bekämpfung des Völkermordes im Sudan vorgeworfen. „Die EU steht vor einem Scherbenhaufen ihrer Darfur-Politik, nachdem die sudanesische Regierung gestern eine afrikanische Schutztruppe für die Krisenregion abgelehnt hat“, erklärte der GfbV-Afrikareferent Ulrich Delius. Bislang ist die nach Darfur entsandte Truppe der Afrikanischen Union (AU) nur mit der Beobachtung des Waffenstillstandes betraut, ein weitergehender Schutz der Zivilbevölkerung ist nicht vorgesehen.

„Viel zu schnell hat die EU jede humanitäre Intervention im Sudan abgelehnt und die Verantwortung für ein Ende der schweren Menschenrechtsverletzungen an die Afrikanische Union delegiert, und diese ist offensichtlich mit der Bewältigung der Krise überfordert“, kritisierte Delius. In den Augen Khartums sei die AU ein zahnloser Tiger, der nicht ernst genommen werden müsse. Denn trotz der Entsendung der Beobachtertruppe hielten die schweren Menschenrechtsverletzungen weiter an.

Nur glaubwürdige internationale Drohungen mit einer humanitären Intervention hätten die Machthaber in Khartum veranlassen können, die Janjaweed-Milizen zu entwaffnen und die Verbrechen zu stoppen.

Jetzt dürfe die internationale Staatengemeinschaft die Weigerung der sudanesischen Machthaber nicht tatenlos hinnehmen, der AU-Truppe auch ein Mandat zum Schutz der Zivilbevölkerung zu gewähren, forderte Delius. Sonst überlasse sie die hilflose Dorfbevölkerung dem Terror der Janjaweed.

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