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Itelmenen

Hinweis zum Sprachgebrauch in älteren Beiträgen

Der folgende ältere Beitrag kann Sprache und Formulierungen enthalten, die heute nicht mehr den Ansprüchen einer diskriminierungsfreien und sensiblen Ausdrucksweise entsprechen. Er wurde im historischen Kontext verfasst und bewusst unverändert gelassen, um unsere jahrzehntelange Menschenrechtsarbeit zu dokumentieren.

Es gibt rund 5.500 Itelmenen und Kamtschadalen (als Kamtschadalen werden Nachkommen aus der Mischehe mit Itelmenen bezeichnet. Sie gelten gleichfalls als Angehörige des indigenen Volkes der Indigenen). Früher besiedelten sie weite Teile Kamtschatkas, heute leben sie an der Südostküste und Westküste der Halbinsel. Viele Dörfer, die die Kollektivierung überlebt hatten, wurden in den 1960er Jahren geschlossen und die Einwohner nach Kovran und andere größere Orten umgesiedelt. Bevor die Russen Kamtschatka erreichten, lebten dort rund 30.000 Itelmenen. Traditionell leben sie vom Fischfang (insb. Flussfischerei, Lachsfang), Jagd auf Pelztiere und Meeressäuger. Heute gibt es Fischfangquoten für die indigenen Fischer, die jedoch nicht zum Lebensunterhalt ausreichen. Itelmenen betreiben auch Landwirtschaft. Das Sammeln von Beeren und Wildkräutern war immer eine wichtige Beschäftigung. Der Fischfang ist heute durch die Öl- und Gasprojekte im Ochotskischen Meer gefährdet.

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