Hinweis zum Sprachgebrauch in älteren Beiträgen
Der folgende ältere Beitrag kann Sprache und Formulierungen enthalten, die heute nicht mehr den Ansprüchen einer diskriminierungsfreien und sensiblen Ausdrucksweise entsprechen. Er wurde im historischen Kontext verfasst und bewusst unverändert gelassen, um unsere jahrzehntelange Menschenrechtsarbeit zu dokumentieren.
Angesichts der anhaltenden Politik der Verfolgung der 15 – 20 Millionen Kurden und der fortdauernden Unterdrückung ihrer Sprache und Kultur sowie der ungebrochenen Diskriminierung christlicher Minderheiten appelliert die Gesellschaft für bedrohte Völker an den Bundeskanzler, die Aufnahme der Türkei in die Europäische Union derzeit nicht zu unterstützen. Der Generalsekretär der Gesellschaft für bedrohte Völker erklärte am Sonntag in Göttingen: „Die nach 15 Jahren türkisch-kurdischem Bürgerkrieg (1984 bis 1999) verkündeten Reformen für die größte nationale Minderheit eines europäischen Landes existieren nur auf dem Papier. Die Zulassung der kurdischen Sprache in Medien und im Schulunterricht, die Amnestie für die 6500 politischen Gefangenen, die Rückkehr der 2,5 Millionen aus ihren Dörfern vertriebenen Bauern wurden nicht einmal im Ansatz verwirklicht. Eine chauvinistische Kampagne des türkischen Erziehungsministeriums gegen christliche Minderheiten widerspricht der offiziell verlautbarten Toleranz gegen religiöse Minderheiten.“
Die Gesellschaft für bedrohte Völker verurteilt im Einzelnen, dass

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