Hinweis zum Sprachgebrauch in älteren Beiträgen
Der folgende ältere Beitrag kann Sprache und Formulierungen enthalten, die heute nicht mehr den Ansprüchen einer diskriminierungsfreien und sensiblen Ausdrucksweise entsprechen. Er wurde im historischen Kontext verfasst und bewusst unverändert gelassen, um unsere jahrzehntelange Menschenrechtsarbeit zu dokumentieren.
Westerstede
Um die Abschiebung einer seit mehr als zehn Jahren in Deutschland lebenden yezidischen Familie ins diktatorisch regierte Syrien in letzter Minute zu verhindern, organisierte der Zentralrat der Yeziden in Deutschland am Mittwoch, den 15.07.09, in Westerstede bei Oldenburg eine Kundgebung.
Diese Menschrechtsaktion wurde von der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) unterstützt. Rund 250 Menschen nahmen an der Kundgebung teil.
Eine Gruppe von GfbV-Mitarbeitern aus Göttingen war aktiv dabei.
Bei der Kundgebung sprachen:
Theo Lampe, Diakonie Oldenburg;
Dr. Kamal Sido, Nahostreferent der GfbV;
Hildegard Bocklage, Rechtsanwältin vertritt die Familie Daud
Die zwei Söhne der Familie Daud, die am 16.07.09 abgeschoben werden sollten; ein Folteropfer aus Syrien;
Gertrud Böhmer, Helferkreis;
Ekkehard Hausin, Rechtsanwalt Oldenburg.
Alle Redner forderten die Bundesregierung dazu auf, das vom Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble mit seinem syrischen Amtskollegen unterzeichnete Rückübernahmeabkommen nicht umzusetzen und keine Yeziden, Kurden und Christen nach Syrien abzuschieben.
Noch während der Kundgebung wurde die glückliche Nachricht bekannt gegeben, dass der Familienvater, der Yezide Fauaz Daud, aus der Abschiebehaft frei gelassen worden ist.
Die Kundgebung wurde mit einem Schlussgebet des yezidischen Geistlichen Pir Dima beendet.

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