Hinweis zum Sprachgebrauch in älteren Beiträgen
Der folgende ältere Beitrag kann Sprache und Formulierungen enthalten, die heute nicht mehr den Ansprüchen einer diskriminierungsfreien und sensiblen Ausdrucksweise entsprechen. Er wurde im historischen Kontext verfasst und bewusst unverändert gelassen, um unsere jahrzehntelange Menschenrechtsarbeit zu dokumentieren.
19.00 Uhr im großen Saal des Eine-Welt-Hauses, Schwanthalerstr. 80 Rgb., München
Der US-amerikanische Journalist, Autor und Menschenrechtsaktivist Paul Polansky lebt und arbeitet seit 1999 im Auftrag und mit Unterstützung der GfbV unter den Roma in Kosovo und Serbien. Er leistet dort tagtäglich humanitäre Hilfe und berichtet in Wort und Bild über die Unterdrückung und die Verfolgungen, denen diese Minderheit ausgesetzt ist. 2006 erschien sein erstes Buch in deutscher Sprache: „Roma – verachtet, verfolgt, vergessen. Prosagedichte aus Tschechien und Kosovo 1991 – 2005“.
Unsere Veranstaltung wird Paul Polansky Gelegenheit bieten, eine Auswahl seiner Gedichte erstmals einem deutschen Publikum vorzutragen. Er wird sie in englischer Sprache lesen, eine deutsche Sprecherin wird die Übersetzungen vortragen.
Im Anschluss wird Herr Polansky über die aktuelle Situation der aus dem Kosovo vertriebenen oder noch dort lebenden Minderheiten der Roma, der mit den Roma ethnisch verwandten, aber albanisch sprechenden Aschkali sowie der so genannten Kosovo-Ägypter, die ihre Herkunft auf das klassische Land der Pharaonen zurückführen, sprechen. Außerdem wird er von ihm selbst fotografierte Dia-Porträts („Gypsy Portraits“) und seinen mit dem „Goldenen Rad“ („Golden Wheel“) ausgezeichneten Kurzfilm „Gypsy Blood“ („Zigeunerblut“) zeigen.
Die anschließende Diskussion soll sich nicht nur mit der Lage der Roma in Kosovo befassen, sondern auch mit dem Status der in Deutschland lebenden Roma-Flüchtlinge, die ständig von Abschiebung und „Rückführung“ in den Kosovo bedroht sind, wo sie Verfolgungen und gravierenden Menschenrechtsverletzungen ausgesetzt sind.
Auskünfte über den Autor und sein schriftstellerisches und humanitäres Werk können von dessen Homepage unter www.kosovoroma.com abgerufen werden.

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