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Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) begrüßt, dass sich Deutschland weiter an der Friedensmission der Vereinten Nationen im Südsudan (UNMISS) beteiligen wird. Einen entsprechenden Beschluss hat das Bundeskabinett am Mittwoch gefällt. „Es ist ein wichtiger Beitrag zur Stabilisierung des jungen Staates Südsudan, nicht nur Militärberater, sondern auch Polizeiausbilder in den Südsudan zu entsenden“, erklärte der GfbV-Afrikareferent Ulrich Delius. „Der Aufbau einer glaubwürdigen und allseits respektierten Polizei ist umso wichtiger, da der Südsudan massiv von Konflikten zwischen verschiedenen ethnischen Gemeinschaften gezeichnet ist.“ Seit Januar 2011 sind mehr als 1.500 Südsudanesen bei inter-ethnischen Konflikten oder Rebellenangriffen getötet worden, mehr als 73.000 Menschen mussten deshalb aus ihren Dörfern fliehen.
„Das deutsche Engagement für Sicherheit und gute Regierungsführung im Südsudan ist aber sicherlich noch ausbaufähig“, sagte Delius, „insbesondere sollte Deutschland noch umfassender die Entwaffnung und Reintegration ehemaliger Kämpfer in der Bürgerkriegsregion unterstützen.“ Denn dies sei der Schlüssel für eine dauerhafte Befriedung der Region.
Die Regierung des Südsudan hatte sich ausdrücklich für die Verlängerung des UNMISS-Mandats durch die deutsche Bundesregierung ausgesprochen. Für den Südsudan, dessen Verhältnis zum benachbarten Nordsudan noch immer äußerst gespannt ist, ist es sehr wichtig, dass sich europäische Länder aktiv an der Sicherung des jungen Staates beteiligen. „Denn für die Konfliktparteien ist dies auch ein deutliches Zeichen dafür, dass Deutschland und Europa sehr an einer Stabilisierung des Südsudan interessiert sind“, sagte Delius.

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