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Mit dem Schriftsteller Boualem Sansal ehrt der Deutsche Buchhandel Algeriens Stimme für demokratische Vielfalt, würdigt die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) das Engagement des Autors. Sansal wird im Oktober 2011 der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels verliehen. „Obwohl der Autor selber kein Kabyle ist, hat er die Kritik der nicht-arabischen Bevölkerungsgruppen an der systematischen Arabisierung Algeriens in seinen Romanen und Schriften immer aufgegriffen“, erklärte der GfbV-Afrikareferent Ulrich Delius am Donnerstag in Göttingen. Sansal setzte sich in seiner schriftstellerischen Arbeit umfassend mit der nicht-arabischen Kultur der Masiren (Berber) auseinander, deren größte Bevölkerungsgruppe in Algerien die Kabylen sind. Die Masiren stellen rund zehn Millionen der etwa 33 Millionen algerischen Staatsbürger.
Als hochrangiger Mitarbeiter des algerischen Industrieministeriums wurde Sansal seines Postens enthoben, weil er die Arabisierungspolitik der algerischen Regierung nicht schweigend hinnahm. Für die Kabylen ist seine Auszeichnung nach Auffassung der GfbV ein Zeichen der Hoffnung, dass Algeriens nicht-arabische Bevölkerungsgruppen und die Demokratiebewegung nun endlich auch in Deutschland mehr wahrgenommen werden.

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