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Aktuelles News & Artikel Nach der beispiellosen Spendenwelle böses Erwachen: Indonesiens Armee verfolgt und ermordet Überlebende der Flut in Aceh

Außenminister Fischer in Indonesien

Nach der beispiellosen Spendenwelle böses Erwachen: Indonesiens Armee verfolgt und ermordet Überlebende der Flut in Aceh

Nach der beispiellosen Spendenwelle böses Erwachen: Indonesiens Armee verfolgt und ermordet Überlebende der Flut in Aceh

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Mit einer Menschenrechtsaktion vor dem ZDF-Hauptstadtbüro hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am Freitag vor einem Scheitern des auch mit deutschen Spendengeldern finanzierten Wiederaufbaus in Aceh gewarnt. Das ZDF hatte mit einer großartigen Spendengala im Januar geholfen, eine Rekordsumme für die Flutopfer in Südasien aufzubringen.

„Wenn Indonesien und seine aggressive Armee nach einer Menschheitskatastrophe, an der die ganze Weltbevölkerung Anteil nahm, nichts anderes zu tun hat, als die Todeszone von Aceh mit Razzien, Folter, willkürlichen Verhaftungen und hundertfachem Mord zu überziehen, kann die überwältigende Hilfe – nicht nur aus Deutschland – nicht wirksam werden“, warnte der GfbV-Generalsekretär Tilman Zülch. „Sind 243.000 Flutopfer nicht genug, müssen wieder tausende wie vor der Flut in Aceh durch die Armee sterben, nachdem wir in den letzten Wochen bereits von dem Tod von mindestens 220 Überlebenden der Flutwelle erfahren mussten.“ Nachdrücklich hatte die Gesellschaft für bedrohte Völker bereits am Mittwoch Außenminister Joschka Fischer mit einem Fax gebeten, massiv gegen das Vorgehen der indonesischen Armee zu protestieren.

Ohne Frieden wird jeder Wiederaufbau scheitern. Angesichts der Verwüstung weiter Regionen hat Aceh keine Zeit, um monatelang auf einen Waffenstillstand und Frieden zu warten. Nach den jüngsten Gesprächen zwischen der indonesischen Regierung und der GAM in Finnland Ende Januar ist jedoch ein Frieden in weite Ferne gerückt.

Statt sich an den Hilfsaktionen zu beteiligen schafft das Militär eine Atmosphäre eines Polizeistaates, indem es die Hilfswerke ständig begleitet, kontrolliert und überwacht. Von Seiten der Aceh-Bevölkerung droht den Hilfsbemühungen nicht die geringste Gefahr.

„Angesichts dieser schweren Menschenrechtsverletzungen ist es blanker Zynismus, wenn die indonesische Armee behauptet, seit der Flutkatastrophe nur „defensiv“ in Aceh zu operieren“, erklärte Zülch. „Die GfbV bittet die Millionen deutscher Spender um Wachsamkeit, damit diese einmalige Welle der Solidarität nicht von korrupten und kriegsbereiten Militärs missbraucht oder zerstört wird.“

Eine Bilddatei unseres Aktionsplakats senden wir Ihnen gern zu. Schreiben Sie bitte an publikationen@gfbv.de oder rufen Sie uns an: 0551/49906-0

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