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Aktuelles News & Artikel PISA 2003: Sprachminderheiten sind „europafit“

PISA 2003: Sprachminderheiten sind „europafit“

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Der folgende ältere Beitrag kann Sprache und Formulierungen enthalten, die heute nicht mehr den Ansprüchen einer diskriminierungsfreien und sensiblen Ausdrucksweise entsprechen. Er wurde im historischen Kontext verfasst und bewusst unverändert gelassen, um unsere jahrzehntelange Menschenrechtsarbeit zu dokumentieren.

Europäische Sprachminderheiten sind „europafit“, wenn ihre Sprache offiziell anerkannt und gefördert wird. Das haben die Schülerinnen und Schüler einiger EU-Minderheiten nach Informationen der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) mit ihren hervorragenden Testergebnissen bei der neuen PISA-Studie (Programme for International Student Assessment) bewiesen. Sie schnitten jeweils besser ab als die Jugendlichen in den einsprachigen Regionen ihres Landes. „Neben den Südtirolern haben auch die getesteten Schülerinnen und Schüler in der autonomen baskischen und der katalanischen Region Spaniens, in Schottland, in den deutschsprachigen Ostkantonen Eupen/St. Vith in Belgien, in den schwedischen Schulen Finnlands und der Aalandinseln sowie in Nordirland und Wales glänzend abgeschnitten“, sagte der GfbV-Experte für Minderheiten in Westeuropa, Wolfgang Mayr. Der Unterricht in diesen Regionen findet meist in den Minderheitensprachen statt, während die Sprache der nationalen Mehrheitsbevölkerung Unterrichtsfach ist. So wird der Zweisprachigkeit der Jugendlichen Rechnung getragen.

„Offensichtlich führt die amtliche Anerkennung der Minderheitensprachen, muttersprachlicher Unterricht und die Zweisprachigkeit zu insgesamt höheren Leistungen“, sagte Mayr und forderte die Einbeziehung der Minderheitensprachen in den Schulunterricht in allen von alteingesessenen Sprachminderheiten bewohnten Regionen der EU. Bei der PISA-Studie wurden Lesen, Mathematik, naturwissenschaftliches Verständnis und Problemlösekompetenz getestet.

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