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Aktuelles News & Artikel Rechte der samischen Rentierzüchter in Norwegen durchsetzen!

Rechte der samischen Rentierzüchter in Norwegen durchsetzen!

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Der folgende ältere Beitrag kann Sprache und Formulierungen enthalten, die heute nicht mehr den Ansprüchen einer diskriminierungsfreien und sensiblen Ausdrucksweise entsprechen. Er wurde im historischen Kontext verfasst und bewusst unverändert gelassen, um unsere jahrzehntelange Menschenrechtsarbeit zu dokumentieren.

Seit Jahrhunderten ziehen die samischen Rentierzüchter im Sommer mit ihren Herden in den Norden Skandinaviens. Seit der endgültigen Grenzziehung zwischen Schweden und Norwegen im Jahr 1751 haben sie das verbriefte Recht, diese Grenze im Sommer zu überschreiten. Diese Vereinbarung, das Lappcodicillen, regelt zudem Fragen der kulturellen Integrität und ein gewisses Maß an Selbstverwaltung für die Sami. Seit 1919 wird zusätzlich eine Rentier-Weidekonvention wirksam, welche alle 30 Jahre neu vereinbart werden muss. Seit 1972 wird den Sami der Zugang zu weiten Gebieten ihrer traditionellen Sommerweiden verwehrt. Als die entsprechende Konvention von 1972 im Jahr 2002 auslief, befürchtete Norwegen, dass nun nur noch das „reine“ Lappcodicillen gelten würde mit all seinen Vorteilen für die schwedischen Sami. Die schwedische Regierung fand sich jedoch zur Verlängerung der Gültigkeit der Rentier-Weidekonvention von 1972 bis 2005 bereit. Seitdem wird verhandelt, und die Sami geraten in Konflikt mit der norwegischen Regierung.

2006 trieben die schwedischen Sami des nördlichen Saarivuoma-Sameby (samische Gemeinde) ihre Rene auf alten Sommerweiden aus der Zeit vor 1972 zusammen, um ihre Kälber dort zu markieren. Norwegische Behörden beschlagnahmten daraufhin die Zäune, aus denen Pferche errichtet worden waren, worin die Kälber markiert werden sollten. Dagegen haben die schwedischen Sami protestiert.

Im Frühjahr 2007 drangen Norweger in Anwesenheit von Behördenvertretern in das Weidegebiet der Saarivuoma-Samen ein und haben Rene, auch trächtige Muttertiere und Kälbchen mit Motorschlitten und Hubschraubern vertrieben. Die norwegischen Behörden drohten, alle „schwedischen“ Rentiere bis zur Sommermitte 2007 auf eine solche Art und Weise zu vertreiben. Nur internationale Proteste, auch der GfbV, haben diese Aktion verhindern können.

In einer Erklärung vom 20. Juni 2007 haben sich die norwegischen Sami mit ihren schwedischen Verwandten solidarisch erklärt. Nun haben Schweden und Norwegen angekündigt, bis zum 1. Januar 2008 eine neue Resolution verabschieden zu wollen, die die Situation klären soll. Die Sami versuchen durch Aktionen und mit der Unterstützung aus dem Ausland ihre Rechte durchzusetzen. Norwegen muss an die Verpflichtungen erinnert werden, die es mit der Ratifizierung der ILO-Konvention 169 eingegangen ist, und die Rechte der einzigen anerkannten indigenen Gruppen Europas auf norwegischem Territorium wahren.

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