Hinweis zum Sprachgebrauch in älteren Beiträgen
Der folgende ältere Beitrag kann Sprache und Formulierungen enthalten, die heute nicht mehr den Ansprüchen einer diskriminierungsfreien und sensiblen Ausdrucksweise entsprechen. Er wurde im historischen Kontext verfasst und bewusst unverändert gelassen, um unsere jahrzehntelange Menschenrechtsarbeit zu dokumentieren.
Einladung zur Pressekonferenz
Am Montag, den 18. September 2006, um 10:30 Uhr
Tagungszentrum im Haus der Bundespressekonferenz
Schiffbauerdamm 40 / Ecke Reinhardstr. 55
Zugang zu Raum V über Bistroeingang)
10117 Berlin
mit: Kerstin Müller, MdB (Bündnis 90/DIE GRÜNEN), Staatsministerin a. D., Hartwig Fischer, MdB (CDU), Gabriele Groneberg, MdB (SPD), Marina Schuster, MdB (FDP), Ahmed Mussa Ali, Sprecher der Flüchtlinge aus Darfur und Tilman Zülch, Präsident der Gesellschaft für bedrohte Völker International
Anlässlich des „Global Day for Darfur“, der vom 16. bis 18. September von der Internationalen Bewegung „Save Darfur“ / „Rettet Darfur“ in 30 Haupt- und Großstädten der Welt organisiert wird, wird die Gesellschaft für bedrohte Völker International, eines der hundert Mitglieder dieser Bewegung, am kommenden Montag eine Pressekonferenz in Berlin geben. Die Menschenrechtsorganisation wird einen 170-seitigen Menschenrechtsreport „Völkermord in Darfur“ vorlegen. Am gleichen Tag wird in Genf die zweite Sitzungsperiode des Menschenrates der Vereinten Nationen beginnen.
Seit drei Jahren verüben arabische Milizen und die sudanesische Armee Genozid an der schwarz-afrikanischen, islamischen Bevölkerung von Darfur. Nach Schätzungen der Gesellschaft für bedrohte Völker sind bereits etwa 400 000 Menschen vernichtet worden. Weit über 2,5 Millionen wurden aus ihren Heimatorten vertrieben. Jetzt sind sie und die in den Dörfern Zurückgeblieben weiter von Vernichtung, Hunger und Seuchen bedroht. Die Verfolgung hat einen neuen Höhepunkt erreicht. Die Situation verschlimmert sich von Tag zu Tag. Die sudanesische Regierung will neue Divisionen in Marsch setzen und die Entsendung einer UN-Truppe für die Befriedung der Region vereiteln.
Der Sudan ist heute das Weltzentrum für menschlichen Schmerz und menschliches Leid. Die so genannte Zivilisierte Welt hat das lange Zeit gewusst und lieber weggesehen. (Elie Wiesel)
global day for darfur: 16.-18. 9.2006 in:
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