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Aktuelles News & Artikel Rohstoffimport aus Russland: Welche Rolle spielen Umwelt- und Bürgerrechtsstandards?

Einladung zur Veranstaltung (26.04.)

Rohstoffimport aus Russland: Welche Rolle spielen Umwelt- und Bürgerrechtsstandards?

Rohstoffimport aus Russland: Welche Rolle spielen Umwelt- und Bürgerrechtsstandards?
Protest vor der RWE-Aktionärsversammlung am 20. April 2016. Der Energiekonzern trägt dazu bei, dass durch den Kohleabbau in Russland traditionelles Land der Indigenen zerstört wird. Foto: © Archiv

Hinweis zum Sprachgebrauch in älteren Beiträgen

Der folgende ältere Beitrag kann Sprache und Formulierungen enthalten, die heute nicht mehr den Ansprüchen einer diskriminierungsfreien und sensiblen Ausdrucksweise entsprechen. Er wurde im historischen Kontext verfasst und bewusst unverändert gelassen, um unsere jahrzehntelange Menschenrechtsarbeit zu dokumentieren.

In den letzten zehn Jahren hat Russland seine Steinkohleexporte verdreifacht. Damit ist das Land heute der fünftgrößte Exporteur von Steinkohle weltweit. Auch Deutschland importiert mit über 30 Prozent einen Großteil seiner Kohle aus der Russischen Föderation und hat seine Importe 2015 damit nochmals gesteigert. Eins der größten Kohlereviere in Russland ist das Gebiet Kemerowo im Südosten Sibiriens, in dem unter anderem das indigene Volk der Schoren lebt. Es leidet massiv unter den negativen Auswirkungen der Steinkohleförderung: Verschmutzte Flüsse und Felder, verseuchte Luft und zerstörte Dörfer sind die Folgen des Steinkohleabbaus. Diese Umweltschäden, aber auch die Enteignung und Vertreibung von Anwohnern, Zerstörung der traditionellen Lebens- und Wirtschaftsräume sowie intransparente Genehmigungsverfahren rufen in vielen Regionen Russlands Empörung und Proteste hervor. Wer gegen die Steinkohleunternehmen protestiert, wird selbst Opfer von Verfolgung durch die örtlichen Behörden, Medien und Konzerne.

Wir laden Sie und Ihre Kolleginnen und Kollegen von den Bildredaktionen deshalb herzlich ein

zu der Veranstaltung am Dienstag, den 26.4.2016, um 18:30 Uhr
in der Heinrich Böll Stiftung, Schumannstr. 8, 10117 Berlin.

Es diskutieren die Gäste aus Russland, Vladislav Tannagashev (lokale Organisation „Wiederbelebung von Kazas und des Schorischen Volkes“) und Konstantin Rubakhin (Journalist und Umweltaktivist) sowie der Experte von PowerShift e.V., Michael Reckordt. Die Moderation übernimmt der Journalist Nick Reimer.

Bitte melden Sie sich mit einer kurzen Mail an judith.kiss@austausch.org zu der Veranstaltung an. Der Abend wird vom Deutsch Russischen Austausch, der Gesellschaft für bedrohte Völker und  der Heinrich Böll Stiftung organisiert.

ACHTUNG REDAKTIONEN: In Berlin besteht am Dienstag, 26.April, und Mittwoch, 27.April, die Möglichkeit für Pressegespräche mit den zwei indigenen Umweltaktivisten Vladislav Tannagashev und Dmitri Berezhkov aus Russland.

Unter bit.ly/billige-Kohle-Kuzbass steht ein Kurzmemorandum zur Situation der Kohleförderung und die damit verbundenen Auswirkungen auf die Schoren zum Download bereit.

Header Foto: © Archiv

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