Hinweis zum Sprachgebrauch in älteren Beiträgen
Der folgende ältere Beitrag kann Sprache und Formulierungen enthalten, die heute nicht mehr den Ansprüchen einer diskriminierungsfreien und sensiblen Ausdrucksweise entsprechen. Er wurde im historischen Kontext verfasst und bewusst unverändert gelassen, um unsere jahrzehntelange Menschenrechtsarbeit zu dokumentieren.
Deutschlandweit
Dienstag, 16. Dezember 2014 | 18Uhr
gegenüber von Karstadt Sport, Kornmarkt, 37073 Göttingen
Unter dem Motto „Extremismus stoppen, Vielfalt erhalten! Minderheiten im Nahen Osten brauchen Schutz!“ organisieren Regionalgruppen der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am morgigen Dienstag in einigen deutschen Städten Mahnwachen.
In Göttingen hat unsere Regionalgruppe auch syrische und irakische Flüchtlinge zu ihrer Menschenrechtsaktion eingeladen. Angehörige der kurdischen, yezidischen und christlichen Minderheiten sollen zu Wort kommen und über ihre Flucht aus den Bürgerkriegsländern berichten.
Die ehrenamtlich engagierten GfbV-Mitglieder und –Förderer wollen mit den Mahnwachen auf die prekäre Lage der Menschen in Syrien, im Irak und auch in anderen Ländern des Nahen Ostens aufmerksam machen. Bürgerkriege, radikale Kräfte sowie Terrormilizen bedrohen zunehmend das Leben der friedlichen Zivilbevölkerung, allen voran der ethnischen und religiösen Minderheiten.
Die Terrorgruppe „Islamischer Staat“ IS hat im Juli und August 2014 im Irak hunderttausende Christen, Yeziden, Shabak, Turkmenen und Kurden aus der Stadt Mossul, dem Sinjargebirge sowie der Ninive-Ebene vertrieben, verschleppt oder ermordet. Aus der umkämpften kurdischen Stadt Kobani im Norden Syriens mussten etwa 400.000 Kurden fliehen. 381 Dörfer wurden zum Teil vollständig zerstört.
„Alle diese Menschen brauchen dringend unseren Beistand und unsere Unterstützung“, sagt der GfbV-Nahostreferent Kamal Sido. „Deshalb fordert die GfbV von der deutschen Bundesregierung sowie von den Bundesländern mehr humanitäre Hilfe, damit die Flüchtlinge den kalten Winter überstehen können. Von der türkischen Regierung fordern wir die Öffnung der Grenzübergänge nach Nordsyrien. Dort werden Lebensmittel und Medikamente immer knapper.“
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