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Aktuelles News & Artikel Tag des Flüchtlings 2006

Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) warnt vor Abschiebungen in Länder, in denen Schutz der Rückkehrer nicht gewährleistet ist

Tag des Flüchtlings 2006

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Der folgende ältere Beitrag kann Sprache und Formulierungen enthalten, die heute nicht mehr den Ansprüchen einer diskriminierungsfreien und sensiblen Ausdrucksweise entsprechen. Er wurde im historischen Kontext verfasst und bewusst unverändert gelassen, um unsere jahrzehntelange Menschenrechtsarbeit zu dokumentieren.

Am heutigen „Tag des Flüchtlings“ hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) auf die fatale Situation von abgeschobenen Rückkehrern in den Kosovo, nach Bosnien-Herzegowina, Tschetschenien, Afghanistan, Irak, und Türkei gewarnt. „Unsere Recherchen und Kontaktpersonen in vielen dieser Länder untersuchen die Lage dieser Menschen genau und stellen oft fest, dass eine Rückkehr von Angehörigen der Minderheiten in der Regel Gefahr für Leib und Leben bedeutet“, warnt Jasna Causevic, Referentin der GfbV für Südosteuropa.

Versprechungen der internationalen Gemeinschaft würden sehr oft nicht eingehalten. So seien zum Beispiel die NATO-Truppen im Kosovo (KFOR) nicht in der Lage für Sicherheit und Bewegungsfreiheit der Minderheitenangehörigen der Roma, Aschkali und anderer Gruppen zu sorgen. Wiederaufbauprojekte gerieten dort ins Stocken. Die wieder aufgebauten Häuser für Rückkehrer würden oft vom albanischen Mob zerstört.

„Es muss auch in Deutschland – und nicht nur in Amerika, Kanada oder Australien – möglich sein, dass Menschen, die jahrelang hier gelebt und sich trotz aller Hindernisse integriert haben, für die Deutschland zur Heimat geworden ist, hier bleiben dürfen. Sie müssen endlich ein deutliches Signal bekommen, dass sie willkommen sind“, forderte Causevic. „Kettenduldungen müssen der Vergangenheit angehören Eine Bleiberechtsregelung für diese rund 200 000 Flüchtlinge ist seit Jahren überfällig.“

In vielen Herkunftsländern sei nur die medizinische Grundversorgung gewährleistet. Chronisch Kranke seien daher meistens zum Tode verurteilt, weil es für sie keine ausreichenden Therapiemöglichkeiten gäbe. Auch Traumatisierte könnten nicht behandelt werden. Schulsysteme funktionierten nicht. Kinder seien gezwungen, durch Betteln ihre Familien zu ernähren.

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