Hinweis zum Sprachgebrauch in älteren Beiträgen
Der folgende ältere Beitrag kann Sprache und Formulierungen enthalten, die heute nicht mehr den Ansprüchen einer diskriminierungsfreien und sensiblen Ausdrucksweise entsprechen. Er wurde im historischen Kontext verfasst und bewusst unverändert gelassen, um unsere jahrzehntelange Menschenrechtsarbeit zu dokumentieren.
Tashi Tso muss für zwei Jahre ins Gefängnis, weil sie öffentlich die Rückkehr des Dalai Lama nach Tibet gefordert hat. Der jungen Nonne war es mit einer List gelungen, ihr Kloster zu verlassen, das seit den Protesten in Tibet im Juni 2008 hermetisch von chinesischen Sicherheitskräften abgeriegelt wird: Sie hatte sich krank gestellt und die Erlaubnis für einen Arztbesuch in der nahe gelegenen Stadt Kardze in der Provinz Sichuan erhalten. Dort demonstrierte sie für den Dalai Lama – und wurde sofort festgenommen. Tashis Schicksal ist kein Einzelfall. Im Mai 2008 waren 55 Nonnen bei ähnlichen Protesten festgenommen worden. 13 von ihnen sind noch immer in Haft. Jede Woche kommt es zu neuen Festnahmen und Unrechtsprozessen gegen Nonnen und Mönche, die sich friedlich für mehr Religionsfreiheit, Menschenrechte und die Rückkehr ihres religiösen Oberhaupts einsetzen.
Aktualisiert am 11. August 2010

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