Hinweis zum Sprachgebrauch in älteren Beiträgen
Der folgende ältere Beitrag kann Sprache und Formulierungen enthalten, die heute nicht mehr den Ansprüchen einer diskriminierungsfreien und sensiblen Ausdrucksweise entsprechen. Er wurde im historischen Kontext verfasst und bewusst unverändert gelassen, um unsere jahrzehntelange Menschenrechtsarbeit zu dokumentieren.
Für die neue Bundesregierung und die EU müssen Menschenrechte und Minderheitenschutz eine stärkere Rolle als bisher spielen. Um dieses Ziel zu erreichen, will die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) auf ihrer am Freitag beginnenden Jahreshauptversammlung in Göttingen öffentlichkeitswirksame Menschenrechtskampagnen und Erhaltungsstrategien für ethnische und religiöse Minderheiten und Ureinwohnergemeinschaften diskutieren.
Die Weltwirtschaftskrise, aber auch massive Eigeninteressen hätten die meisten Regierungen der westlichen Staatengemeinschaft dazu gebracht, über Machtmissbrauch und Unterdrückung oder Verfolgung kleinerer Volksgruppen hinwegzusehen und selbst mit Gewaltherrschern gute Beziehungen zu pflegen, sagt der GfbV-Bundesvorsitzende Tilman Zülch. „Wir müssen unsere Politiker zu konsequenterem Handeln bewegen, damit sie nicht länger an schweren Menschenrechtsverletzungen mitschuldig werden.“
Höhepunkt der GfbV-Versammlung, zu der rund 150 Delegierte aus Deutschland und europäischen Nachbarländern, Menschenrechtsexperten und Repräsentanten bedrohter Völker aus dem Nahen Osten, Afrika, Asien sowie Südamerika erwartet werden, ist am Samstag die Verleihung des Victor-Gollancz-Preises der GfbV. Damit werden in diesem Jahr die russische Menschenrechtsorganisation Memorial und der brasilianische Indianermissionsrat CIMI geehrt. Der Memorial-Vorsitzende Oleg Orlow (Moskau) und der CIMI-Generalsekretär José Eden Pereira Magalhaes (Brasilia) werden die Auszeichnung persönlich entgegennehmen.
Für Nachfragen ist der GfbV-Bundesvorsitzende Tilman Zülch erreichbar unter politik@gfbv.de

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