Hinweis zum Sprachgebrauch in älteren Beiträgen
Der folgende ältere Beitrag kann Sprache und Formulierungen enthalten, die heute nicht mehr den Ansprüchen einer diskriminierungsfreien und sensiblen Ausdrucksweise entsprechen. Er wurde im historischen Kontext verfasst und bewusst unverändert gelassen, um unsere jahrzehntelange Menschenrechtsarbeit zu dokumentieren.
Göttingen
Tamilen und Singhalsen aus Südniedersachsen und Nordhessen, unterstützt von der Gesellschaft für bedrohte Völker, haben am Freitag, dem 20. März 2009 für Frieden in Sri Lanka demonstriert. Neben einigen Betroffenen sprach auch GfbV Asienreferent Ulrich Delius bei der Kundgebung vor dem alten Göttinger Rathaus. Der anschließende Demonstrationszug führte quer durch die Innenstadt und stieß auf reges Interesse der Göttinger Bevölkerung. Angesichts der Gewalt in ihrer Heimat sind in unserer Region lebende Singhalesen und Tamilen in tiefer Sorge um ihre Angehörigen in dem südasiatischen Inselstaat. Die in ihrer Heimat verfeindeten Volksgruppen traten gemeinsam für einen sofortigen Waffenstillstand und Friedensgespräche ein.
Seit Ende Januar 2009 sind dem Krieg in Sri Lanka mehr als 2.800 Menschen zum Opfer gefallen. Bis zu 150.000 Zivilisten können von Helfern nicht mehr erreicht werden, weil sie von der Armee systematisch am Zugang zu umkämpften Regionen im Norden des Landes gehindert werden.
Die Tamilen beklagen seit Jahrzehnten, dass sie in Sri Lanka diskriminiert werden. Seit 1983 kämpfen Tamilen mit Waffengewalt für einen unabhängigen Staat. Mehr als 70.000 Menschen fielen dem Bürgerkrieg in der Inselrepublik bislang zum Opfer, der Ende Januar 2009 erneut
eskalierte.
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