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Entkriminalisierung der Kultur- und Heilpflanze Coca gefordert

WM-Ball mit Präsidentenunterschrift wird auf ebay versteigert

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Der WM-Fußball wird signiert

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Entkriminalisierung der Kultur- und Heilpflanze Coca gefordert

WM-Ball mit Präsidentenunterschrift wird auf ebay versteigert

Ende März versammeln sich die Coca-Bauern und -Bäuerinnen von Bolivien. Ihre zentrale Forderung ist die Streichung der Cocapflanze von der Suchtstoffliste der Vereinten Nationen aus dem Jahre 1961. Diese Forderung hat nichts mit der Legalisierung von Drogen (des Kokains) zu tun, sondern soll die kulturelle, gesellschaftliche und traditionelle Nutzung der Pflanze ermöglichen. Die Gesellschaft für bedrohte Völker International (GfbV) versteigert zur finanziellen Unterstützung der indianischen Bauernvereinigungen über ebay einen eigens vom bolivianischen Staatspräsidenten Evo Morales handsignierten WM-Fußball.

In den nächsten Tagen treffen sich die Bauern der Andenregion in Bolivien, um die wirtschaftlichen Entwicklungen ihrer Region zu diskutieren. Zentrales Thema ist die Forderung, den Anbau der Cocapflanze und die Verarbeitung und den Handel mit dem Naturprodukt zu legalisieren. Dies kann erreicht werden, indem die Cocapflanze von der Suchtstoffliste der Vereinten Nationen gestrichen wird. Damit wäre ein deutlicher Trennungsstrich gezogen zwischen der traditionellen Kulturpflanze und dem gefährlichen Extrakt Kokain. Den hierfür notwendigen Antrag wird Bolivien noch im Mai 2007 beim Generalsekretär der Vereinten Nationen einreichen.

Um die Cocapflanzen ranken viele Mythen, Missverständnisse und Fehlinformationen. Während die Nutzung der Pflanze schon immer Teil der indianischen Kultur war und mit Verantwortung gehandhabt wurde, hat die Extrahierung des Wirkstoffs Kokain zum Missbrauch als gefährliche Droge geführt. Ein langer, oft brutaler Kampf gegen den Anbau der Pflanze hat viel Elend für die lokale Bevölkerung und Unterdrückung kultureller Elemente gebracht, nicht aber das Drogenproblem gelöst. Mit der Streichung der Cocapflanze von der UN-Suchtstoffliste könnte die lokale Bevölkerung wieder gefahrlos traditionelle Produkte wie Tee, Kaugummi, Zahnpasta, Erfrischungsgetränke und Medizin aus der Pflanze herstellen und weltweit vermarkten.

Über solche alternative Verwertungsmöglichkeiten kann der Anbau für die Gewinnung von Drogen reduziert bzw. letzen Endes auch beendet werden. Die GfbV unterstützt diese Initiativen und damit den Kampf gegen die Drogenproduktion. Der weltberühmte Coca-Cola-Konzern soll in seinem gleichnamigen Erfrischungsgetränk schon seit Jahrzehnten nichtalkaloide Extrakte aus Coca-Blättern verwenden, was der Konzern selbst allerdings bestreitet.

Zur finanziellen Unterstützung des Treffens der Cocabauern in Bolivien versteigert die GfbV einen vom bolivianischen Staatspräsidenten Evo Morales signierten WM-Fußball, ein absolutes Unikat auf ebay, Artikel 180095615320.

Zum signierten Fußball

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