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GfbV fordert UN-Sonderberichterstatter zu chinesischen Menschenrechtsverletzungen (Pressemitteilung)

Zwangsarbeit in Tibet

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Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) fordert die Ernennung eines UN-Sonderberichterstatters, der die schweren Menschenrechtsverletzungen der chinesischen Regierung gegenüber ethnischen und religiösen Minderheiten im Land untersucht. „Die chinesische Regierung versucht, die tibetische Bevölkerung genauso wie uigurische und kasachische Muslime mit einer Mischung aus Zwangsarbeit und massiver politischer Indoktrination zu willfährigen Untertanen zu machen“, berichtet Hanno Schedler, GfbV-Referent für Genozid-Prävention und Schutzverantwortung. „Sie sollen den Lügen über den Dalai Lama Glauben schenken und Dankbarkeit für die angeblichen Segnungen durch kommunistische Führung zeigen.“ Dies ginge aus Regierungsdokumenten hervor, die der renommierte China-Forscher Dr. Adrian Zenz analysiert hat.

Seinem jüngsten Bericht zufolge sind über eine halbe Millionen Menschen in Tibet Opfer von Zwangsarbeit. Das sind 15 Prozent der Bevölkerung. „Die Beschlagnahmung tibetischen Lands, die Entführung des Panchen Lama und Verteufelung des inzwischen 85-jährigen Dalai Lama sowie die Zwangsansiedlung nomadisch lebender Menschen waren der Kommunistischen Partei Chinas offenbar nicht genug“, erklärt Schedler. „Nun kopiert sie auch noch das in Xinjiang perfektionierte Lager- und Zwangsarbeitssystem in Tibet. Mit diesem Schritt soll das tibetische Volk offenabr indoktriniert und unterworfen werden.“ 

Bei der aktuellen Sitzung des UN-Menschenrechtsrates in Genf forderte die GfbV, ein Sonderberichterstatter der Vereinten Nationen müsse die massiven Menschenrechtsverletzungen der chinesischen Regierung in Tibet, Xinjiang / Ostturkestan und der Inneren Mongolei untersuchen. „Die Niederschlagung der Proteste mongolischer Eltern gegen die langsame Abschaffung der mongolischen Sprache, neuste Berichte über noch mehr Umerziehungslager in Xinjiang und die Erkenntnisse dieser Woche über Zwangsarbeit und Indoktrination in Tibet müssen die UN wachrütteln. Offensichtlich hat sich die Regierung unter Xi Jinping entschlossen, als feindlich wahrgenommene Gemeinschaften mit aller Macht zu unterjochen. Die Vereinten Nationen dürfen das 75 Jahre nach ihrer Gründung ebenso wenig hinnehmen wie die chinesischen Versuche, international gültige Menschenrechtsnormen auszuhebeln“, so Schedler.

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