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Aktuelles News & Artikel GfbV stellt sich neu auf: Mitgliederversammlung beschließt neue Führungsstruktur zur Stärkung der Menschenrechtsarbeit

GfbV stellt sich neu auf: Mitgliederversammlung beschließt neue Führungsstruktur zur Stärkung der Menschenrechtsarbeit

Serdar Baysal, Sarah Reinke und Daniel Matt (vlnr) übernehmen den Vorstand der GfbV. Foto: Sarah Neumeyer/GfbV
Serdar Baysal, Sarah Reinke und Daniel Matt (vlnr) übernehmen den Vorstand der GfbV. Foto: Sarah Neumeyer/GfbV

Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) ordnet ihre Führungsstruktur neu. Auf der Jahreshauptversammlung am Samstag, 24. Oktober, beschlossen die Mitglieder eine neue Satzung, die einen hauptamtlichen Vorstand und einen von den Mitgliedern gewählten ehrenamtlichen Aufsichtsrat vorsieht. Sarah Reinke, Serdar Baysal und Daniel Matt übernehmen als Vorstandsmitglieder die Verantwortung. Sie bildeten bislang gemeinsam die Geschäftsleitung und lösen den ehrenamtlichen Vorstand ab.

Die Neuerung ist ein wichtiger Meilenstein in der Geschichte der Menschenrechtsorganisation, die ihren Hauptsitz in Göttingen hat. Mit der Reform trennt die GfbV die operative Leitung klarer von der unabhängigen Aufsicht. Der hauptamtliche Vorstand verantwortet die laufende Arbeit der Organisation, während der ehrenamtliche Aufsichtsrat die Arbeit des Vorstands kontrolliert. Die GfbV schafft damit professionelle Strukturen, um den wachsenden menschenrechtlichen Herausforderungen zu begegnen. Ziel der Gesellschaft für bedrohte Völker ist die Stärkung der Rechte von Minderheiten und Indigenen Völkern. Gemeinsam mit bedrohten Gemeinschaften macht sie auf Verfolgung, Vertreibung und Menschenrechtsverletzungen aufmerksam und fordert deren Schutz.

Die neue Struktur baut auf der Erfahrung der bisherigen Geschäftsleitung und der Mitarbeitenden auf. Das Engagement der Mitglieder, Regionalgruppen und freiwillig Aktiven bleibt eine wesentliche Grundlage der Arbeit. Ihre Erfahrungen und Ideen sollen die Weiterentwicklung der Organisation mitprägen.

Sarah Reinke:

„Die Arbeit der GfbV und unser Einsatz für jene, deren Leid nicht wahrgenommen wird, für Minderheiten und Indigene Völker, wird dringend gebraucht. Das machen uns unsere Partnerorganisationen in aller Welt mit Nachdruck deutlich. Unsere neue Führungsstruktur wird unsere politische Menschenrechtsarbeit stärken und unseren Einsatz noch wirksamer machen. Wir werden weiter mutig, laut und beharrlich für Verfolgte eintreten.“

Daniel Matt:

„Unsere Menschenrechtsarbeit wird durch Desinformation und die Einschränkung zivilgesellschaftlicher Handlungsspielräume zunehmend erschwert. Gleichzeitig bedrohen Kriege, Vertreibung und autoritäre Herrschaft die Rechte und die Existenz von Minderheiten. Angesichts dieser Herausforderungen müssen wir in der Lage sein, schnell zu entscheiden, fachlich fundiert zu arbeiten und öffentlich wirksam für bedrohte Gemeinschaften einzutreten. Als geschäftsführender Vorstand wird dies unsere Priorität sein. Die Beharrlichkeit unseres Gründers Tilman Zülch ist dabei ein wichtiger Ansporn. Diesen Geist wollen wir weitertragen.“

Serdar Baysal:

„Wer uns unterstützt, schenkt uns Vertrauen. Damit gehen wir verantwortungsvoll um. Gerade mit begrenzten Mitteln müssen wir sorgfältig abwägen, Prioritäten setzen und unsere Ressourcen dort einsetzen, wo sie für unsere Menschenrechtsarbeit am meisten bewirken können. So schaffen wir eine verlässliche finanzielle Grundlage für unseren Einsatz an der Seite bedrohter Menschen und Gemeinschaften.“

Mit der Reform erneuert die GfbV die organisatorischen Grundlagen ihres Einsatzes gegen Völkermord, Vertreibung und Unterdrückung. Ihr menschenrechtlicher Auftrag und ihre politische Unabhängigkeit bleiben dabei der Maßstab. Die Menschenrechtsorganisation wurde 1968 gegründet.

Sarah Reinke

Sarah Reinke

Geschäftsführerin Menschenrechtsreferate

Thematische Schwerpunkte:

  • Osteuropa
  • Ukraine
  • Armenien
  • Sudan

E-Mail: s.reinke@gfbv.de 

Telefon: +49 551 49906 13