Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) veröffentlicht heute das Dossier „Beiträge zum Völkerstrafrecht von Claus Kreß“. Die darin gesammelten Texte setzen sich mit den gravierenden Angriffen auf das internationale Völkerrecht der vergangenen Jahre auseinander. Jasna Causevic, GfbV-Referentin für Genozid-Prävention und Schutzverantwortung, erklärt zur Bedeutung der Publikation: „Das ‚Recht des Stärkeren‘ droht sich durchzusetzen, das Völkerrecht gerät aus den Fugen. Der Schutz der Menschenrechte und die Rechtsstaatlichkeit, die eigentlich der Maßstab für das Handeln der Regierenden sein sollten, bleiben zunehmend auf der Strecke.“
Die gestern vereidigte deutsche Bundesregierung muss einen deutlich schärferen Ton gegenüber der Volksrepublik China anschlagen, fordert die Gesellschaft für bedrohte Völker. In Anbetracht der massiven Menschenrechtsverletzungen, die offenbar höchste Stellen der chinesischen Regierung angeordnet haben, dürfe das Duckmäusertum der Merkel-Jahre keinesfalls fortgesetzt werden.
Vor 25 Jahren wurde das Dayton-Friedensübereinkommen geschlossen. Doch bis zum heutigen Tage ist das Land politisch entlang ethnischer Grenzen gespalten. In einem Land, das der EU beitreten will, kann es schlicht keinen Platz geben für nationalistische Hetze, die Leugnung von Kriegsverbrechen oder die Glorifizierung von Kriegsverbrechern. Die kürzlich erfolgte Annahme der überarbeiteten Nationalen Strategie zur Verfolgung von Kriegsverbrechen war daher ein sehr wichtiger Schritt.“
Dokumentation: 25 Jahre nach dem Genozid von Srebrenica
GfbV-Dokumentation über Traumata der Genozid-Überlebenden
In knapp zwei Wochen, am 11. Juli, jährt sich der Völkermord von Srebrenica zum 25. Mal. Zu diesem Anlass veröffentlicht die Gesellschaft …
Autor: Prof. Dr. Dr. Jan Ilhan Kizilhan
Als im August 2014 Truppen des selbst ernannten „Islamischen Staates“ (IS) weite Teile des Irak und Syrien überrannten und mit besonderer Brutalität gegen r…
Am 6. März wird die Menschenrechtsorganisation eine Dokumentation über Gesundheitsprobleme ehemaliger Lagerinsassen und ihrer Kinder vorlegen. Foto: GfbV
Anzeichen von Langzeitschäden bei Roma aus verseuchten UN-Flüchtlingslagern mehren sich!
Für eine Dokumentation hat die GfbV 50 Betroffene mit 213 Kindern befragt. Die gesundheitlichen Beschwerden deuten darauf hin, dass sie durch die hohe Bleibelastung in den UN-Flüchtlingslagern lebenslange Schäden davongetragen haben. Foto: GfbV
Eine Skulptur von Jesus ragt über einem Häuserdach in Syrien hervor. Viele christliche Kirchen, Symbole und Orte sind seit 2011 während des Bürgerkriegs in Syrien zerstört worden. Foto: Karasmake via iStock
Chronik: Die Verfolgung der Christen in Syrien seit 2011
Prekär ist die Situation der christlichen Minderheit in Syrien. Die Gesamtzahl der Christen dort liegt derzeit schätzungsweise zwischen 600.000 und 900.000, verglichen mit 1,8 Millionen vor dem Bürgerkrieg.
GfbV-Nahostreferent Kamal Sido stellt das Wahlsystem und die wichtigsten Parteien vor und erklärt, warum man aus Sicht der religiösen und ethnischen Minderheiten besonders auf das Abschneiden der HDP (Demokratische Partei der Völker) achten sollte.