Erhöhte Selbstmordrate unter Vertriebenen aus dem „Land des Glücks“
Bhutan soll Zwangsausgebürgerte wieder aufnehmen
# Bhutan# Dossier# Reporte/Memoranden
Mehr als 100.000 Süd-Bhutanesen mussten seit 1985 aus ihrer Heimat fliehen, nachdem ein neues Staatsbürgerschaftsgesetz erlassen worden war. Seitdem wurde nur noch als Bürger anerkannt, wer nachweisen konnte, dass Mutter und Vater Staatsangehörige waren, und Steuerquittungen aus den Jahren vor 1958 vorlegen konnte. Alle anderen Personen mussten Bhutan innerhalb von vier Tagen verlassen – Eine Politik der ethnischen Säuberungen, mit der das regierende Volk der Ngalong durchsetzen wollte, dass alle anderen Ethnien ihre Kultur und Sprache aufgeben. Seither weigert sich das Königreich, die Ausgebürgerten wieder aufzunehmen und das Staatsbürgerschaftsrecht zu reformieren. Ein Land, das die Zufriedenheit seiner Bürger zum Staatsziel erklärt und das „Brutto-Nationalglück“ sogar in der Verfassung verankert, sollte nicht vom Elend willkürlich Ausgebürgerter profitieren.
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Ein Jahr nach den Massakern an den Alawiten in Syrien (7.3.) – Humanitäre Lage alarmierend
Zum ersten Jahrestag der Massaker an Syriens alawitischer Bevölkerung am 7. März veröffentlicht die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) einen Reisebericht ihres Nahostreferenten Dr. Kamal Sido. Er besuchte im April 2025 alawitische Städte und Dörfer, etwa einen Monat nach Beginn der Angriffe des neuen sunnitisch-islamistischen Regimes auf die Alawiten.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) veröffentlicht heute das Dossier „Beiträge zum Völkerstrafrecht von Claus Kreß“. Die darin gesammelten Texte setzen sich mit den gravierenden Angriffen auf das internationale Völkerrecht der vergangenen Jahre auseinander. Jasna Causevic, GfbV-Referentin für Genozid-Prävention und Schutzverantwortung, erklärt zur Bedeutung der Publikation: „Das ‚Recht des Stärkeren‘ droht sich durchzusetzen, das Völkerrecht gerät aus den Fugen. Der Schutz der Menschenrechte und die Rechtsstaatlichkeit, die eigentlich der Maßstab für das Handeln der Regierenden sein sollten, bleiben zunehmend auf der Strecke.“