Erhöhte Selbstmordrate unter Vertriebenen aus dem „Land des Glücks“
Bhutan soll Zwangsausgebürgerte wieder aufnehmen
# Bhutan# Dossier# Reporte/Memoranden
Mehr als 100.000 Süd-Bhutanesen mussten seit 1985 aus ihrer Heimat fliehen, nachdem ein neues Staatsbürgerschaftsgesetz erlassen worden war. Seitdem wurde nur noch als Bürger anerkannt, wer nachweisen konnte, dass Mutter und Vater Staatsangehörige waren, und Steuerquittungen aus den Jahren vor 1958 vorlegen konnte. Alle anderen Personen mussten Bhutan innerhalb von vier Tagen verlassen – Eine Politik der ethnischen Säuberungen, mit der das regierende Volk der Ngalong durchsetzen wollte, dass alle anderen Ethnien ihre Kultur und Sprache aufgeben. Seither weigert sich das Königreich, die Ausgebürgerten wieder aufzunehmen und das Staatsbürgerschaftsrecht zu reformieren. Ein Land, das die Zufriedenheit seiner Bürger zum Staatsziel erklärt und das „Brutto-Nationalglück“ sogar in der Verfassung verankert, sollte nicht vom Elend willkürlich Ausgebürgerter profitieren.
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Nach dem Zweiten Weltkrieg flohen Tausende Kinder aus dem nördlichen Ostpreußen vor Hunger und Gewalt ins benachbarte Litauen. Viele überlebten nur, weil sie sich als sogenannte „Wolfskinder“ allein durchschlugen. Ihr Leid wurde lange marginalisiert. Wir präsentierrn eine neue, dreisprachige Publikation (deutsch, englisch, litauisch), die den aktuellen Forschungs- und Rezeptionsstand erstmals vergleichend im europäischen Kontext zugänglich macht.
Die GfbV engagiert sich seit 2011 für die Wolfskinder. Mit ihrer Kampagne trug sie dazu bei, dass die Bundesregierung den Betroffenen 2017 ein besonderes Kriegsfolgenschicksal attestierte und Anerkennungsleistungen beantragt werden konnten. Diese Publikation soll das Bewusstsein für die langfristigen Folgen von Krieg und Vertreibung schärfen und eine Brücke zu gegenwärtigen Debatten über Kinderrechte, humanitären Schutz und gesellschaftliche Verantwortung schlagen.
Ein Jahr nach den Massakern an den Alawiten in Syrien (7.3.) – Humanitäre Lage alarmierend
Zum ersten Jahrestag der Massaker an Syriens alawitischer Bevölkerung am 7. März veröffentlicht die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) einen Reisebericht ihres Nahostreferenten Dr. Kamal Sido. Er besuchte im April 2025 alawitische Städte und Dörfer, etwa einen Monat nach Beginn der Angriffe des neuen sunnitisch-islamistischen Regimes auf die Alawiten.