Neue, aktualisierte Auflage vom September 2006 1. Vorbemerkung
Am 7. April 2004 jährte sich zum 10. Mal der Beginn des Genozids an den Tutsi in Ruanda. In vielen Teilen der Welt erinnerten Institutionen, Politiker, Journalisten an die systematische Vernichtung von fast einer Million Kindern, Frauen und Männern und an das Versagen der Internationalen Gemeinschaft. Fast wurde das Ziel erreicht, alle Angehörige des Tutsivolkes zu ermorden. Hier wird der Begriff Holocaust dem Geschehen gerecht. Umso schlimmer ist, dass Vertreter der UN, dass die Repräsentanten der Großmächte bewusst und kaltblütig die Tutsi ihrem Schicksal überließen, noch schlimmer, dass die französische Regierung die Täter, nicht die Opfer schützte.
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Ein Jahr nach den Massakern an den Alawiten in Syrien (7.3.) – Humanitäre Lage alarmierend
Zum ersten Jahrestag der Massaker an Syriens alawitischer Bevölkerung am 7. März veröffentlicht die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) einen Reisebericht ihres Nahostreferenten Dr. Kamal Sido. Er besuchte im April 2025 alawitische Städte und Dörfer, etwa einen Monat nach Beginn der Angriffe des neuen sunnitisch-islamistischen Regimes auf die Alawiten.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) veröffentlicht heute das Dossier „Beiträge zum Völkerstrafrecht von Claus Kreß“. Die darin gesammelten Texte setzen sich mit den gravierenden Angriffen auf das internationale Völkerrecht der vergangenen Jahre auseinander. Jasna Causevic, GfbV-Referentin für Genozid-Prävention und Schutzverantwortung, erklärt zur Bedeutung der Publikation: „Das ‚Recht des Stärkeren‘ droht sich durchzusetzen, das Völkerrecht gerät aus den Fugen. Der Schutz der Menschenrechte und die Rechtsstaatlichkeit, die eigentlich der Maßstab für das Handeln der Regierenden sein sollten, bleiben zunehmend auf der Strecke.“