Die GfbV und andere Organisationen konnten mit einem Appell an verschiedene Vertreter der internationalen Gemeinschaft in Sarajevo/Brüssel und London einen Plan der serbischen Behörden in Visegrad /Republika Srpska vereiteln.
Die serbischen Vertreter dieser ostbosnischen Stadt hatten vor, das Haus eines Bosniaken, in dem während des Bosnien-Krieges 1992 70 Bosniaken (Frauen, Männer und Kinder) bei lebendigen Leib verbrannt wurden, niederzureissen. Damit wollten sie verhindern, dass es zu einer Gedenkstätte umfunktioniert wird.
Das Haus von Adem Omeragic ist seit langer Zeit den serbischen Behörden ein Dorn im Auge, weil es von den Angehörigen der Opfer zu Jahrestagen aufgesucht wurde. Es sollte am 24 . Dezember 2013, als die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit in der Weihnachtszeit gering war, niedergerissen werden. Der Hohe Repräsentant für Bosnien-Herzegowina und der Leiter der OSZE-Mission vor Ort protestierten scharf bei dem Bürgermeister von Visegrad, die Zerstörung des Hauses konnte gestoppt werden.
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Nach dem Zweiten Weltkrieg flohen Tausende Kinder aus dem nördlichen Ostpreußen vor Hunger und Gewalt ins benachbarte Litauen. Viele überlebten nur, weil sie sich als sogenannte „Wolfskinder“ allein durchschlugen. Ihr Leid wurde lange marginalisiert. Wir präsentierrn eine neue, dreisprachige Publikation (deutsch, englisch, litauisch), die den aktuellen Forschungs- und Rezeptionsstand erstmals vergleichend im europäischen Kontext zugänglich macht.
Die GfbV engagiert sich seit 2011 für die Wolfskinder. Mit ihrer Kampagne trug sie dazu bei, dass die Bundesregierung den Betroffenen 2017 ein besonderes Kriegsfolgenschicksal attestierte und Anerkennungsleistungen beantragt werden konnten. Diese Publikation soll das Bewusstsein für die langfristigen Folgen von Krieg und Vertreibung schärfen und eine Brücke zu gegenwärtigen Debatten über Kinderrechte, humanitären Schutz und gesellschaftliche Verantwortung schlagen.
Ein Jahr nach den Massakern an den Alawiten in Syrien (7.3.) – Humanitäre Lage alarmierend
Zum ersten Jahrestag der Massaker an Syriens alawitischer Bevölkerung am 7. März veröffentlicht die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) einen Reisebericht ihres Nahostreferenten Dr. Kamal Sido. Er besuchte im April 2025 alawitische Städte und Dörfer, etwa einen Monat nach Beginn der Angriffe des neuen sunnitisch-islamistischen Regimes auf die Alawiten.