Freiheit für den kurdischen Menschenrechtler Sadiq Kabudvand!
# Iran# Reporte/Memoranden
„Freiheit für den kurdischen Menschenrechtler Sadiq Kabudvand!“ Unter diesem Motto haben die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) und iranisch-kurdische Vereine am Dienstag (01.07.14) eine Mahnwache vor dem Generalkonsulat der Islamischen Republik Iran in Frankfurt am Main durchgeführt. Die Göttinger Menschenrechtsorganisation, Exilkurden sowie Iraner erinnerten sowohl an das Schicksal des am 01. Juli 2007 inhaftierten kurdischen Menschenrechtlers Mohammad Sadiq Kabudvand als auch an das von hunderten von anderen politischen Gefangenen und forderten von der iranischen Regierung ihre sofortige Freilassung.
Die GfbV ist in großer Sorge um Kabudvand. Seit einem 59-tägigen Hungerstreik, mit dem er 2012 gegen das Besuchsverbot seines schwerkranken Sohnes protestiert hatte, ist er schwer nierenkrank. Eine angemessene Behandlung wird ihm jedoch verweigert. Im Evin-Gefängnis kommt es auch immer wieder zu brutalen Übergriffen der Wärter. So wurden die Gefangenen am 17. April stundenlang verprügelt und misshandelt.
Der GfbV-Nahostreferent Kamal Sido berichtet:
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Nach dem Zweiten Weltkrieg flohen Tausende Kinder aus dem nördlichen Ostpreußen vor Hunger und Gewalt ins benachbarte Litauen. Viele überlebten nur, weil sie sich als sogenannte „Wolfskinder“ allein durchschlugen. Ihr Leid wurde lange marginalisiert. Wir präsentierrn eine neue, dreisprachige Publikation (deutsch, englisch, litauisch), die den aktuellen Forschungs- und Rezeptionsstand erstmals vergleichend im europäischen Kontext zugänglich macht.
Die GfbV engagiert sich seit 2011 für die Wolfskinder. Mit ihrer Kampagne trug sie dazu bei, dass die Bundesregierung den Betroffenen 2017 ein besonderes Kriegsfolgenschicksal attestierte und Anerkennungsleistungen beantragt werden konnten. Diese Publikation soll das Bewusstsein für die langfristigen Folgen von Krieg und Vertreibung schärfen und eine Brücke zu gegenwärtigen Debatten über Kinderrechte, humanitären Schutz und gesellschaftliche Verantwortung schlagen.
Ein Jahr nach den Massakern an den Alawiten in Syrien (7.3.) – Humanitäre Lage alarmierend
Zum ersten Jahrestag der Massaker an Syriens alawitischer Bevölkerung am 7. März veröffentlicht die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) einen Reisebericht ihres Nahostreferenten Dr. Kamal Sido. Er besuchte im April 2025 alawitische Städte und Dörfer, etwa einen Monat nach Beginn der Angriffe des neuen sunnitisch-islamistischen Regimes auf die Alawiten.