Fukushima und die Folgen für die Menschen auf den Pazifikinseln
# Dossier# Reporte/Memoranden
GfbV-Asienreferent Ulrich Delius über die Folgen der Atomkatastrophe von Fukushima: Für Hunderttausende Ureinwohner auf den Pazifischen Inseln ist es eine Frage des Überlebens, dass die Nahrungsmittelkette nicht noch mehr durch austretende Radioaktivität geschädigt wird.
Vor Fukushima laufen täglich rund 300 Tonnen radioaktiv verseuchtes Wasser ins Meer. Der Pazifische Kirchenrat – langjähriger Partner der GfbV bei dem Bemühen, auf die Probleme der Ureinwohner des Pazifik aufmerksam zu machen – vergleicht die Folgen Fukushimas mit der radioaktiven Verseuchung des Pazifischen Ozeans nach den Atomversuchen zwischen 1966 und 1995. Auch damals hatte die lokale Verwaltung Tahitis die Folgen nicht ernst genommen.
Die indigenen Gemeinschaften auf den Pazifischen Inseln fürchten besonders die Folgen der Einleitung radioaktiv verstrahlter Rückstände, die auch ihr Hauptnahrungsmittel Fisch verseuchen könnte. Die meisten Bewohner der Pazifischen Inseln leben vom Fischfang.
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Ein Jahr nach den Massakern an den Alawiten in Syrien (7.3.) – Humanitäre Lage alarmierend
Zum ersten Jahrestag der Massaker an Syriens alawitischer Bevölkerung am 7. März veröffentlicht die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) einen Reisebericht ihres Nahostreferenten Dr. Kamal Sido. Er besuchte im April 2025 alawitische Städte und Dörfer, etwa einen Monat nach Beginn der Angriffe des neuen sunnitisch-islamistischen Regimes auf die Alawiten.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) veröffentlicht heute das Dossier „Beiträge zum Völkerstrafrecht von Claus Kreß“. Die darin gesammelten Texte setzen sich mit den gravierenden Angriffen auf das internationale Völkerrecht der vergangenen Jahre auseinander. Jasna Causevic, GfbV-Referentin für Genozid-Prävention und Schutzverantwortung, erklärt zur Bedeutung der Publikation: „Das ‚Recht des Stärkeren‘ droht sich durchzusetzen, das Völkerrecht gerät aus den Fugen. Der Schutz der Menschenrechte und die Rechtsstaatlichkeit, die eigentlich der Maßstab für das Handeln der Regierenden sein sollten, bleiben zunehmend auf der Strecke.“