Beispiele aus unserer vielfältigen Menschenrechtsarbeit für ethnische und religiöse Minderheiten
GfbV-Jahresbericht 2015
Vor der Eröffnung der Computermesse CEBIT in Hannover dokumentierten wir im März 2015 in einem 77-seitigen Menschenrechtsreport, wie drastisch die Diktatoren der Kommunistischen Partei Chinas die Internetfreiheit im eigenen Land verletzen: 77 inhaftierte Blogger, Online-Journalisten und Internet-Autoren wurden in Einzelschicksalen dargestellt. Vor Ort demonstrierten wir in Hannover mit ausgehöhlten Computer-Bildschirmen und Transparenten gegen Chinas Internetzensur. Foto: GfbV
# Jahresbericht
„Wann immer die Medien über Ungerechtigkeiten gegen Menschen, Bedrohungen von Völkern oder Volksgruppen in verschiedenen Kontinenten berichten und ich mir darüber klar bin, dass etwas zur Hilfe der Betroffenen geschehen muss, denke ich sofort an Ihre Menschenrechtsorganisation: die Gesellschaft für bedrohte Völker. Sie haben in den vergangenen Jahrzehnten großartiges geleistet und alle Ihre Freunde – zu denen ich mich zähle – freuen sich, dass es Sie gibt. … Ich bitte Sie alle, in dieser Tradition zum Wohl der Unterdrückten und Benachteiligten weiter zu arbeiten.“
Diese Würdigung unserer Menschenrechtsarbeit formulierte schon vor vier Jahrzehnten unser langjähriger Freund Simon Wiesenthal. Auch jetzt, vier Jahrzehnte später, gibt es keinen Kontinent, auf dem unsere Menschenrechtsorganisation nicht Diskriminierungen, Verfolgung oder Vernichtung von Minderheiten 2015 dokumentieren und öffentlich machen musste.
Diese Dokumentation ist kostenlos – unsere Arbeit nicht.
Wenn Sie unsere Recherchen und die Zusammenarbeit mit bedrohten Gemeinschaften stärken möchten, freuen wir uns über Ihre Spende.
Ein Jahr nach den Massakern an den Alawiten in Syrien (7.3.) – Humanitäre Lage alarmierend
Zum ersten Jahrestag der Massaker an Syriens alawitischer Bevölkerung am 7. März veröffentlicht die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) einen Reisebericht ihres Nahostreferenten Dr. Kamal Sido. Er besuchte im April 2025 alawitische Städte und Dörfer, etwa einen Monat nach Beginn der Angriffe des neuen sunnitisch-islamistischen Regimes auf die Alawiten.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) veröffentlicht heute das Dossier „Beiträge zum Völkerstrafrecht von Claus Kreß“. Die darin gesammelten Texte setzen sich mit den gravierenden Angriffen auf das internationale Völkerrecht der vergangenen Jahre auseinander. Jasna Causevic, GfbV-Referentin für Genozid-Prävention und Schutzverantwortung, erklärt zur Bedeutung der Publikation: „Das ‚Recht des Stärkeren‘ droht sich durchzusetzen, das Völkerrecht gerät aus den Fugen. Der Schutz der Menschenrechte und die Rechtsstaatlichkeit, die eigentlich der Maßstab für das Handeln der Regierenden sein sollten, bleiben zunehmend auf der Strecke.“