Beispiele aus unserer vielfältigen Menschenrechtsarbeit für ethnische und religiöse Minderheiten
GfbV-Jahresbericht 2015
Vor der Eröffnung der Computermesse CEBIT in Hannover dokumentierten wir im März 2015 in einem 77-seitigen Menschenrechtsreport, wie drastisch die Diktatoren der Kommunistischen Partei Chinas die Internetfreiheit im eigenen Land verletzen: 77 inhaftierte Blogger, Online-Journalisten und Internet-Autoren wurden in Einzelschicksalen dargestellt. Vor Ort demonstrierten wir in Hannover mit ausgehöhlten Computer-Bildschirmen und Transparenten gegen Chinas Internetzensur. Foto: GfbV
# Jahresbericht
„Wann immer die Medien über Ungerechtigkeiten gegen Menschen, Bedrohungen von Völkern oder Volksgruppen in verschiedenen Kontinenten berichten und ich mir darüber klar bin, dass etwas zur Hilfe der Betroffenen geschehen muss, denke ich sofort an Ihre Menschenrechtsorganisation: die Gesellschaft für bedrohte Völker. Sie haben in den vergangenen Jahrzehnten großartiges geleistet und alle Ihre Freunde – zu denen ich mich zähle – freuen sich, dass es Sie gibt. … Ich bitte Sie alle, in dieser Tradition zum Wohl der Unterdrückten und Benachteiligten weiter zu arbeiten.“
Diese Würdigung unserer Menschenrechtsarbeit formulierte schon vor vier Jahrzehnten unser langjähriger Freund Simon Wiesenthal. Auch jetzt, vier Jahrzehnte später, gibt es keinen Kontinent, auf dem unsere Menschenrechtsorganisation nicht Diskriminierungen, Verfolgung oder Vernichtung von Minderheiten 2015 dokumentieren und öffentlich machen musste.
Diese Dokumentation ist kostenlos – unsere Arbeit nicht.
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Nach dem Zweiten Weltkrieg flohen Tausende Kinder aus dem nördlichen Ostpreußen vor Hunger und Gewalt ins benachbarte Litauen. Viele überlebten nur, weil sie sich als sogenannte „Wolfskinder“ allein durchschlugen. Ihr Leid wurde lange marginalisiert. Wir präsentierrn eine neue, dreisprachige Publikation (deutsch, englisch, litauisch), die den aktuellen Forschungs- und Rezeptionsstand erstmals vergleichend im europäischen Kontext zugänglich macht.
Die GfbV engagiert sich seit 2011 für die Wolfskinder. Mit ihrer Kampagne trug sie dazu bei, dass die Bundesregierung den Betroffenen 2017 ein besonderes Kriegsfolgenschicksal attestierte und Anerkennungsleistungen beantragt werden konnten. Diese Publikation soll das Bewusstsein für die langfristigen Folgen von Krieg und Vertreibung schärfen und eine Brücke zu gegenwärtigen Debatten über Kinderrechte, humanitären Schutz und gesellschaftliche Verantwortung schlagen.
Ein Jahr nach den Massakern an den Alawiten in Syrien (7.3.) – Humanitäre Lage alarmierend
Zum ersten Jahrestag der Massaker an Syriens alawitischer Bevölkerung am 7. März veröffentlicht die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) einen Reisebericht ihres Nahostreferenten Dr. Kamal Sido. Er besuchte im April 2025 alawitische Städte und Dörfer, etwa einen Monat nach Beginn der Angriffe des neuen sunnitisch-islamistischen Regimes auf die Alawiten.