Hier finden Sie unseren Geschäfts- und Arbeitsbericht für 2025 [Download als PDF].
Das Vorwort:
Liebe Mitglieder, liebe Freundinnen und Freunde der GfbV,
Wieder liegt ein ereignisreiches Jahr hinter uns, über das wir Ihnen im Folgenden berichten. Unter den zahlreichen Themen war das Gedenken anlässlich des 30. Jahrestages des Genozids von Srebrenica ein herausragendes Ereignis für die GfbV. Keine andere Menschenrechtsorganisation hat in den 1990er Jahren so früh, so entschlossen, so verzweifelt versucht, die Öffentlichkeit über die ungeheuerlichen Verbrechen auf dem Balkan zu informieren. Die Solidarität mit den Menschen in Bosnien-Herzegowina und der Einsatz für einen gerechten Frieden, der bis heute fehlt, sind ein wesentlicher Bestandteil der Geschichte unseres Vereins.
Im Juli 2025 haben wir gemeinsam mit den Bundestagsabgeordneten Adis Ahmetović und Michael Brand eine Gedenkveranstaltung im Deutschen Bundestag mitorganisiert. Für uns war es bewegend, dass im Herzen der deutschen Demokratie an diesen Genozid erinnert wurde. Die vielen Dankesworte von Menschen aus Bosnien zeigen, wie wichtig es ist, dass wir „dran bleiben“.
Engagiert und entschlossen für Menschengruppen einzutreten, die von Verfolgung, Vertreibung und Genozid bedroht sind, ist unser Grundverständnis, wie wir es seit der Gründung vor fast 60 Jahren durch Tilman Zülch entwickelt haben.
In diesem Jahr 2026 steht intern ein wichtiger Schritt an: Im Mittelpunkt unserer Jahreshauptversammlung im Herbst wird die Reform unserer Satzung stehen, die wir 2025 vorgestellt haben. Zentral ist die Neugestaltung der Führung: Die Leitung einer hochspezialisierten Organisation erfordert professionelle Strukturen und verlässliche Perspektiven. Künftig soll an die Stelle des bisher ehrenamtlichen Vorstands ein hauptamtlich geschäftsführender Vorstand treten. Die Mitgliederversammlung bleibt das höchste Organ des Vereins. Sie wählt einen ehrenamtlichen Aufsichtsrat, der den geschäftsführenden Vorstand bestellt, begleitet und kontrolliert. Das wird uns handlungsfähiger und damit wirksamer machen.
Die vielen Mitwirkungsmöglichkeiten für Mitglieder und ehrenamtlich Aktive bleiben natürlich bestehen. Wir sind wirklich sehr dankbar für die engagierte und kompetente Arbeit unserer haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Unserer kleinen Organisation gelingt es immer wieder, auf Notlagen aufmerksam zu machen und wirksame Prozesse zu ihrer Besserung in Gang zu setzen.
Getragen wird diese Arbeit aber auch von Ihnen, liebe Mitglieder und Ehrenamtliche, liebe Spenderinnen und Spender, Förderinnen und Förderer, Abonnentinnen und Abonnenten. Nur durch Ihr fortdauerndes Engagement und Ihre finanzielle Unterstützung können wir unsere wichtige Arbeit leisten. Dafür danken wir Ihnen auch im Namen aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Wir hoffen, dass Sie uns weiterhin treu bleiben, damit wir uns für religiöse und ethnische Minderheiten, Indigene Völker und die Opfer von Genozid einsetzen können.
Herzliche Grüße
Ihr Bundesvorstand

