Mauretanische Anti-Sklaverei-Aktivisten zu Haftstrafen verurteilt
# Mauretanien# Reporte/Memoranden
Der Menschenrechtler Biram Dah Abeid sowie zwei weitere führende Menschenrechtler in Mauretanien wurden heute von einem mauretanischen Gericht wegen vermeintlicher Anstiftung zu einer „Rebellion“ zu jeweils zwei Jahren Gefängnis verurteilt. Der am 24. Dezember 2014 begonnene Prozess gegen Biram Dah Abeid, Träger des Weimarer Menschenrechtspreises und des Menschenrechtspreises der Vereinten Nationen, der bedeutendsten menschenrechtlichen Auszeichnung der Weltorganisation, hatte im In- und Ausland für große Aufmerksamkeit gesorgt. In Mauretanien leben noch immer vor allem in ländlichen Gebieten rund 500.000 Menschen als Sklaven, obwohl die Sklaverei offiziell in dem Land seit Jahrzehnten abgeschafft ist.
Ulrich Delius, GfbV-Afrikareferent, spricht mit Hanno Schedler über das Urteil und die Folgen für die Menschenrechtsbewegung in Mauretanien.
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Ein Jahr nach den Massakern an den Alawiten in Syrien (7.3.) – Humanitäre Lage alarmierend
Zum ersten Jahrestag der Massaker an Syriens alawitischer Bevölkerung am 7. März veröffentlicht die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) einen Reisebericht ihres Nahostreferenten Dr. Kamal Sido. Er besuchte im April 2025 alawitische Städte und Dörfer, etwa einen Monat nach Beginn der Angriffe des neuen sunnitisch-islamistischen Regimes auf die Alawiten.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) veröffentlicht heute das Dossier „Beiträge zum Völkerstrafrecht von Claus Kreß“. Die darin gesammelten Texte setzen sich mit den gravierenden Angriffen auf das internationale Völkerrecht der vergangenen Jahre auseinander. Jasna Causevic, GfbV-Referentin für Genozid-Prävention und Schutzverantwortung, erklärt zur Bedeutung der Publikation: „Das ‚Recht des Stärkeren‘ droht sich durchzusetzen, das Völkerrecht gerät aus den Fugen. Der Schutz der Menschenrechte und die Rechtsstaatlichkeit, die eigentlich der Maßstab für das Handeln der Regierenden sein sollten, bleiben zunehmend auf der Strecke.“