Bergbau in der Inneren Mongolei und das Ende des Nomadentums
Memorandum: „Das ist unser Leben: ‚Ohne Heimat, Land und Nahrung“
# Reporte/Memoranden
Zusammenfassung:
Die Innere Mongolei ist eines der wichtigsten Zentren der chinesischen Bergbauindustrie. Die traditionelle Lebensweise der mongolischen Nomaden wird zerstört durch Tagebau und Industrieprojekte. Neue Straßen zerstören die Umwelt, die bereits eine enorme Belastung wegen des Klimawandels und weitere Probleme verkraften muss. Durch die zunehmende Expansion des Bergbaus in den vergangenen Jahrzehnten wird nicht nur das Weideland besetzt und beschlagnahmt, sondern auch die Lebensgrundlage mongolischer Nomaden systematisch zerstört. So werden die Hirten auch gezwungen, ihre traditionelle Lebensweise aufzugeben. Die Ansiedlung von immer mehr Han-Chinesen führt zu einer gezielten Sinisierung der Region und ihrer alteingesessenen mongolischen Bevölkerung, deren Kultur deshalb zu verschwinden droht.
Ein Jahr nach den Massakern an den Alawiten in Syrien (7.3.) – Humanitäre Lage alarmierend
Zum ersten Jahrestag der Massaker an Syriens alawitischer Bevölkerung am 7. März veröffentlicht die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) einen Reisebericht ihres Nahostreferenten Dr. Kamal Sido. Er besuchte im April 2025 alawitische Städte und Dörfer, etwa einen Monat nach Beginn der Angriffe des neuen sunnitisch-islamistischen Regimes auf die Alawiten.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) veröffentlicht heute das Dossier „Beiträge zum Völkerstrafrecht von Claus Kreß“. Die darin gesammelten Texte setzen sich mit den gravierenden Angriffen auf das internationale Völkerrecht der vergangenen Jahre auseinander. Jasna Causevic, GfbV-Referentin für Genozid-Prävention und Schutzverantwortung, erklärt zur Bedeutung der Publikation: „Das ‚Recht des Stärkeren‘ droht sich durchzusetzen, das Völkerrecht gerät aus den Fugen. Der Schutz der Menschenrechte und die Rechtsstaatlichkeit, die eigentlich der Maßstab für das Handeln der Regierenden sein sollten, bleiben zunehmend auf der Strecke.“