AktuellesPublikationenMemorandum: Raubbau an der Natur gefährdet Überleben indigener Völker weltweit
Internationaler Tag der Indigenen Völker (09.08.2010)
Memorandum: Raubbau an der Natur gefährdet Überleben indigener Völker weltweit
# Andamanen und Nikobaren# Brasilien# Guatemala# Indonesien# Malaysia# Panama# Reporte/Memoranden# Westpapua# Zentralafr. Republik
Sauberes Wasser und ausreichend Land für den Nahrungsanbau sind für die meisten von uns selbstverständlich. Doch vielen der etwa 350 Millionen Angehörigen indigener Völker weltweit werden diese elementaren Grundrechte vorenthalten. Das Recht auf gesundes Trinkwasser haben die Vereinten Nationen zum Beispiel erst am 28. Juli 2010 als Menschenrecht anerkannt. Dabei hatte der „Wasserkrieg“ in Bolivien schon vor zehn Jahren zu blutigen Auseinandersetzungen geführt. 2002 wurde der US-Konzern Bechtel aus dem Land vertrieben, nachdem er die Wasserpreise in Cochabamba um 50 Prozent erhöht hatte. Sauberes Trinkwasser war für die arme Bevölkerung unbezahlbar geworden. Es folgten 2003 der Sturz des damaligen Präsidenten Gonzalo Sánchez de Lozada und 2006 schließlich mit Evo Morales der erste Vertreter eines indigenen Volkes als Präsident seines Landes.
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Ein Jahr nach den Massakern an den Alawiten in Syrien (7.3.) – Humanitäre Lage alarmierend
Zum ersten Jahrestag der Massaker an Syriens alawitischer Bevölkerung am 7. März veröffentlicht die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) einen Reisebericht ihres Nahostreferenten Dr. Kamal Sido. Er besuchte im April 2025 alawitische Städte und Dörfer, etwa einen Monat nach Beginn der Angriffe des neuen sunnitisch-islamistischen Regimes auf die Alawiten.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) veröffentlicht heute das Dossier „Beiträge zum Völkerstrafrecht von Claus Kreß“. Die darin gesammelten Texte setzen sich mit den gravierenden Angriffen auf das internationale Völkerrecht der vergangenen Jahre auseinander. Jasna Causevic, GfbV-Referentin für Genozid-Prävention und Schutzverantwortung, erklärt zur Bedeutung der Publikation: „Das ‚Recht des Stärkeren‘ droht sich durchzusetzen, das Völkerrecht gerät aus den Fugen. Der Schutz der Menschenrechte und die Rechtsstaatlichkeit, die eigentlich der Maßstab für das Handeln der Regierenden sein sollten, bleiben zunehmend auf der Strecke.“