Am 14. September 2014 wird auf der Krim ein neues Regionalparlament gewählt. Der Medschlis, das Selbstvertretungsorgan der Krimtataren, hat zum Boykott dieser Wahlen aufgerufen. Sie lehnen die pro-russische Regionalregierung unter Präsident Sergej Aksjonow ab.
Für die Krimtataren ist die Russische Föderation heute der Nachfolgestaat der
Sowjetunion, die für ihre kollektive Deportation 1944 nach Sibirien und damit den Tod eines Drittels ihres Volkes sowie jahrzehntelanges Leid in der Verbannung verantwortlich war.
Ein Jahr nach den Massakern an den Alawiten in Syrien (7.3.) – Humanitäre Lage alarmierend
Zum ersten Jahrestag der Massaker an Syriens alawitischer Bevölkerung am 7. März veröffentlicht die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) einen Reisebericht ihres Nahostreferenten Dr. Kamal Sido. Er besuchte im April 2025 alawitische Städte und Dörfer, etwa einen Monat nach Beginn der Angriffe des neuen sunnitisch-islamistischen Regimes auf die Alawiten.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) veröffentlicht heute das Dossier „Beiträge zum Völkerstrafrecht von Claus Kreß“. Die darin gesammelten Texte setzen sich mit den gravierenden Angriffen auf das internationale Völkerrecht der vergangenen Jahre auseinander. Jasna Causevic, GfbV-Referentin für Genozid-Prävention und Schutzverantwortung, erklärt zur Bedeutung der Publikation: „Das ‚Recht des Stärkeren‘ droht sich durchzusetzen, das Völkerrecht gerät aus den Fugen. Der Schutz der Menschenrechte und die Rechtsstaatlichkeit, die eigentlich der Maßstab für das Handeln der Regierenden sein sollten, bleiben zunehmend auf der Strecke.“