Dschihadisten aus der ganzen Welt versuchen, mit Gewalt eine totalitäre islamistische Ideologie durchzusetzen. Innerhalb der syrischen Opposition fällt diese teilweise auf fruchtbaren Boden.
Memorandum: Syrien: Minderheiten in Angst
# Reporte/Memoranden# Syrien
Mindestens 45 Prozent der syrischen Bevölkerung besteht aus Angehörigen ethnischer und religiöser Minderheiten. Bereits während des Assad-Regimes waren Minderheiten in Syrien Unterdrückung, Angriffen und Vertreibungen ausgesetzt. Daher waren die Anfänge der Proteste für die Minderheiten auch mit Hoffnungen verbunden. Nun haben die ethnischen und religiösen Minderheiten Syriens jedoch Anlass zu befürchten, dass es ihnen in einem neuen Syrien kaum besser ergehen wird. Denn heute sind die syrischen Minderheiten mit einer neuen Bedrohung konfrontiert. Dschihadisten aus der ganzen Welt versuchen, mit Gewalt eine totalitäre islamistische Ideologie durchzusetzen. Innerhalb der syrischen Opposition fällt diese teilweise auf fruchtbaren Boden.
Nach dem Zweiten Weltkrieg flohen Tausende Kinder aus dem nördlichen Ostpreußen vor Hunger und Gewalt ins benachbarte Litauen. Viele überlebten nur, weil sie sich als sogenannte „Wolfskinder“ allein durchschlugen. Ihr Leid wurde lange marginalisiert. Wir präsentierrn eine neue, dreisprachige Publikation (deutsch, englisch, litauisch), die den aktuellen Forschungs- und Rezeptionsstand erstmals vergleichend im europäischen Kontext zugänglich macht.
Die GfbV engagiert sich seit 2011 für die Wolfskinder. Mit ihrer Kampagne trug sie dazu bei, dass die Bundesregierung den Betroffenen 2017 ein besonderes Kriegsfolgenschicksal attestierte und Anerkennungsleistungen beantragt werden konnten. Diese Publikation soll das Bewusstsein für die langfristigen Folgen von Krieg und Vertreibung schärfen und eine Brücke zu gegenwärtigen Debatten über Kinderrechte, humanitären Schutz und gesellschaftliche Verantwortung schlagen.
Ein Jahr nach den Massakern an den Alawiten in Syrien (7.3.) – Humanitäre Lage alarmierend
Zum ersten Jahrestag der Massaker an Syriens alawitischer Bevölkerung am 7. März veröffentlicht die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) einen Reisebericht ihres Nahostreferenten Dr. Kamal Sido. Er besuchte im April 2025 alawitische Städte und Dörfer, etwa einen Monat nach Beginn der Angriffe des neuen sunnitisch-islamistischen Regimes auf die Alawiten.