Ägyptens Premierminister will diskriminierende Gesetze gegen Kopten abschaffen
Als bedeutenden Schritt zum Abbau der Diskriminierung von Kopten bezeichnete die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) die Ankündigung des ägyptischen Premierministers, zukünftig christliche Religionsgemeinschaften beim Bau von Kirchen nicht mehr zu diskriminieren.
Terror radikaler Salafiten gegen Christen nimmt weiter zu – Ägyptens Behörden reagieren hilflos
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat der neuen Regierung Ägyptens vorgeworfen, nicht entschieden genug für den Schutz und die Rechte der koptischen Minderheit einzutreten. Der Terror radikaler Salafiten gegen Kopten nimmt immer mehr zu, da Ägyptens Behörden dem Druck dieser extremistischen muslimischen Bewegung oft nachgeben.
Muslimische Sufis und Kopten leiden unter Übergriffen extremistischer Salafiten
Christliche Kopten und muslimische Splittergruppen wie die Sufis fürchten die wachsende Gewalt extremistischer Salafiten in Ägypten. Mindestens 16 Moscheen, Heiligenschreine und Gräber des Sufi-Ordens wurden allein in der Hafenstadt Alexandria im März 2011 von Salafiten angegriffen, berichtete die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am Freitag in Göttingen.
Die Kopten haben beim Referendum am Samstag mehrheitlich gegen eine Änderung der ägyptischen Verfassung gestimmt. Ägyptens Christen fordern eine neue Verfassung, die ein säkulares Staatssystem einführt, und das erfüllen die neun vorgesehenen Verfassungsänderungen nicht.
Mindestens 39 Kopten starben seit Januar 2011 wegen ihres Glaubens eines gewaltsamen Todes
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) ist tief besorgt über die anhaltende Gewalt gegen die koptischen Christen in Ägypten. Die Kopten haben nach dem Sturz des Mubarak-Regimes zwar noch immer Hoffnung auf ein Ende der stetigen Übergriffe, doch fast jede Woche kommen Kopten aufgrund ihres Glaubens gewaltsam zu Tode
Pakistan, Ägypten, Libyen, Tunesien: Minderheiten in der islamischen Welt wollen gleiche Rechte
Minderheiten in der islamischen Welt wollen vor allem gleiche Rechte wie die Mehrheitsbevölkerung und nicht nur bessere Sicherheitsvorkehrungen vor möglichen Übergriffen radikal-islamischer Kräfte.
Mehrere tausend Kopten haben am Mittwochabend auf dem Tahrir Platz gegen neue Übergriffe auf Angehörige der religiösen Minderheit in Ägypten protestiert. Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) in Göttingen teilte am Donnerstag mit, Demonstranten hätten gegen die gewaltsame Zerstörung von Schutzzäunen vor koptischen Klöstern durch die Armee protestiert, bei der mehrere Kopten schwer verletzt wurden.
Mehr als 2.000 Kopten demonstrierten am gestrigen Sonntag vor dem Gebäude des ägyptischen Staatsfernsehens in Kairo und forderten eine Verfassungsänderung, um Ägypten zum säkularen Staat zu erklären.
Ägyptische Generalstaatsanwaltschaft leitet Ermittlungen gegen früheren Innenminister ein
Der ägyptische Generalstaatsanwalt Abd al-Majid Mahmud hat Ermittlungen aufgenommen, um zu klären, ob der frühere ägyptische Innenminister Habib el-Adly in den Terroranschlag der Neujahrsnacht auf Kopten in Alexandria verwickelt ist.