In der Russischen Föderation kommen pro Jahr insgesamt mindestens 10.000 Frauen in Folge häuslicher Gewalt ums Leben. Doch nur eine von zehn von häuslicher Gewalt betroffenen Frauen, so die Schätzung von Anwältinnen, zeigt das Verbrechen an oder sucht Hilfe. Foto: esebene via Fotolia.com
Memorandum: Frauen aus dem Nordkaukasus brauchen als Gewaltopfer auch in Deutschland besonderen Schutz
In Tschetschenien ist die Diskriminierung und massive Unterdrückung von Frauen Teil der offiziellen Politik.
Ungelöste Konflikte, eine brutale koloniale Vergangenheit, die Folgen von Kriegen und Terror, schwerste Menschenrechtsverletzungen sowie Armut, Korruption und fehlende Perspektiven für die jüngere Generation – diese Missstände machen den Nordkaukasus zu einer Region, in der Gewalt an der Tagesordnung steht. Der russische Präsident Wladimir Putin hat seit seinem Amtsantritt vor 14 Jahren auf die komplexe Situation vor Ort nur eine Antwort: Krieg, Unterdrückung und Brutalität.
IOC-Präsident Bach soll vor Verschärfung der Menschenrechtslage warnen
Nach der Verhaftung von zehn tscherkessischen Aktivisten hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) an den Präsidenten des Internationalen Olympischen Komitees Thomas Bach appelliert, sich für eine Wahrung grundlegender Menschenrechte vor dem Beginn der Winterolympiade in Sotschi am 7. Februar 2014 einzusetzen. Wenige Wochen vor dem Start der olympischen Winterspiele zieht Russland offenbar die Daumenschrauben an.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) fordert, dass das Auswärtige Amt die Amtseinführung des neu eingesetzten Präsidenten Dagestans, Ramazan Abdulatipow, kritisch begleiten soll. Abdulatipow ist ein erfahrener Politiker aus Dagestan, der dem Volk der Awaren angehört. Er war viele Jahre lang Mitglied der russischen Duma sowie russischer Botschafter in Tadschikistan.
Die kritische Berichterstattung zur politischen Entwicklung in Russland klammert nur allzu oft die Lage im Nordkaukasus aus. Dabei ist die Menschenrechtslage äußerst bedrückend. Verschwindenlassen von Zivilisten, systematische Folter in Untersuchungshaft und in Gefängnissen, Morde und Verfolgung sind an der Tagesordnung.
Menschenrechtslage im Nordkaukasus zum Thema machen! – Neuer Report dokumentiert bedrückende Situation in Dagestan, Tschetschenien und Inguschetien
Mit dem dringenden Appell, bei den Gesprächen in Moskau Mitte November auch die schweren Menschenrechtsverletzungen im Nordkaukasus zu thematisieren, hat sich die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) an den deutschen Lenkungsausschuss des Petersburger Dialogs gewandt.
Nach Mord an gemäßigtem geistlichen Führer schwindet Hoffnung auf Frieden in Dagestan
Mit dem Selbstmordattentat auf den Sufi-Scheich Said Afandi am Dienstag in dem Dorf Tschirkei schwindet die Hoffnung auf ein Ende des Blutvergießens in Dagestan. Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) fürchtet, dass eine Befriedung der radikal islamischen Gruppen nun kaum noch möglich ist. Man muss davon ausgehen, dass der radikale, von Salafisten geprägte Untergrund in Dagestan seine Strategie verändert hat und nun neben den Attentaten auf Mitarbeiter der Sicherheitskräfte und Regierung gezielt auch religiöse Gruppen angreift.
Dutzende Tote und Verletzte am Ende des Fastenmonats Ramadan
Nach Dutzenden von Toten und Verletzten am Ende des muslimischen Fastenmonats Ramadan befürchtet die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) eine Eskalation der Gewalt im Nordkaukasus. Im heiligen Monat des Friedens und der Gewaltlosigkeit häuften sich in Dagestan, Inguschetien und Tschetschenien Selbstmordanschläge, Feuergefechte und Verschleppungen. Das lässt für die Zivilbevölkerung nichts Gutes erwarten.
Doppelmoral: Spitzensportler aus dem Nordkaukasus in London bejubelt – in Russland angefeindet
Anlässlich des großartigen Erfolges der beiden Judo-Kämpfer Tagir Khaibulajew und Mansur Isaev aus Dagestan, die für die russische Nationalmannschaft in London olympisches Gold errungen haben, weist die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) auf die bedrückende Lage im Nordkaukasus hin. Die russische Regierung schüre mit ihrer verfehlten Nationalitätenpolitik blanken Rassismus und Gewalt gegen Tschetschenen, Inguschen oder Dagestaner