Die Gesellschaft für bedrohte Völker ist bestürzt über die Pläne der britischen Regierung und der EU, den Gouverneur von Xinjiang / Ostturkestan zu Gesprächen zu empfangen. Erkin Tuniyaz ist für die Verbrechen gegen die Menschlichkeit, die die Kommunistische Partei Chinas an der uigurischen Bevölkerung begeht, unmittelbar mitverantwortlich.
Mesut Özil beim Spiel Arsenal gegen Watford. Header Bild: Joshjdss via Flickr (CC BY 2.0)
Kritik an Özils Uiguren-Statement ist haltlos
Als „haltlos und ignorant“ bezeichnete die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) die Kritik an Mesut Özils Instagram-Post zum Schweigen islamischer Staaten zur Verfolgung der Uiguren in China. „Wer Özil wegen seines Statements mit terroristischen Aktivitäten in China in Verbindung bringt, weiß wenig über die Geschichte der Uiguren und lässt sich von Chinas Staatspropaganda in die Irre führen. Denn Uiguren nennen ihre Heimat seit Jahrzehnten Ostturkestan, lange bevor 1988 die „Ostturkestanische Islamische Bewegung (ETIM)“ gegründet wurde, die von China als terroristisch angesehen wird“, erklärte der GfbV-Direktor Ulrich Delius am Sonntag in Göttingen.
Seit letztem Montag starben bei bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen Soldaten und Anhängern der anglophonen Unabhängigkeitsbewegungen mindestens 53 Menschen. Bild: US Army Africa via Flickr CC BY 2.0
Mehr als 50 Menschen sterben bei Kämpfen in Kamerun – Bürgerkrieg eskaliert
Nach einer erneuten Eskalation im Bürgerkrieg in Kamerun hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) Frankreich, Großbritannien und Deutschland Versagen bei der Konfliktprävention in dem afrikanischen Staat vorgeworfen.
Seit dem Brexit-Referendum entwickelt sich Großbritannien zum Totalausfall in Sachen Menschenrechten, da es weltweit nur noch um lukrative Aufträge buhlt. Foto: pixabay.com
Brexit schadet Engagement für Menschenrechte weltweit
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) warnt vor einem Verfall der Bedeutung von Menschenrechten in der britischen Außenpolitik aufgrund des Brexits.
Die französische Verteidigungsministerin Florence Parly hatte bereits am 29. Januar bei einem Besuch in Malaysia erklärt, ihre Regierung werde gegen ein Palmöl-Verbot stimmen. Foto: James N. Mattis via Flickr
Was Palmöl mit dem ICE und Kampflugzeugen verbindet : Verbot von Palmöl im Biodiesel droht trotz Beschluss des Europaparlaments das Aus
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat vor einem Scheitern des in der Europäischen Union geplanten Verbots von Palmöl in Biodiesel gewarnt.
Einladung zur Menschenrechtsaktion: Königin Elisabeth II zu Besuch in Deutschland (23.bis 26. Juni):
Mit von Didgeridoo-Musik begleiteten, bunten Kundgebungen und anderen Aktionen wird die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) gemeinsam mit dem „Berlin Aboriginal Solidaritätsnetzwerk“ während des Besuchs von Queen Elisabeth II. in der deutschen Hauptstadt auf die schwierige Lage der Aboriginal Australians aufmerksam machen und die britische Königin um Hilfe bitten.
Europas Waffenexport-Kodex als „wirkungslos“ kritisiert: Rüstungslieferungen auch in Krisengebiete boomen
Der Europäische Rüstungsexport-Kodex, der Lieferungen militärischer Güter an autoritäre Regime verhindern oder zumindest beschränken soll, ist nach Auffassung der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) in Göttingen „offensichtlich wirkungslos“.
Folgt designierter deutscher Außenminister Camerons Beispiel? – Massive Zunahme von Verhaftungen in Tibet
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat vor einer weiteren Ausgrenzung von Menschenrechtsfragen in der China-Politik Europas gewarnt. Am Wochenende hatte die britische Tageszeitung „Guardian“ unter Berufung auf britische Regierungskreise berichtet, Premierminister David Cameron werde bei seiner China-Reise nächste Woche nicht den Tibet-Konflikt ansprechen.
„Frankreich, Russland, Großbritannien, Deutschland – mitschuldig! Bosnien wiedervereinigen!“
Zu Beginn des Prozesses gegen den mutmaßlichen Kriegsverbrecher Ratko Mladic vor dem Internationalen Kriegsverbrechertribunal für das ehemalige Jugoslawien (ICTY) am Mittwoch in Den Haag erinnert die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) mit einer Mahnwache vor dem Gerichtsgebäude an die Mitverantwortung europäischer Groß-mächte für die Verbrechen in Bosnien-Herzegowina 1992-1995. „Frankreich, Russland, Großbritannien, Deutschland – mitschuldig!“, klagt die Menschenrechtsorganisation auf großformatigen Transparenten an und fordert die Wiedervereinigung Bosniens.