Zum Internationalen Tag der Verschwundenen, am 30. August, erinnert die Gesellschaft für bedrohte Völker an die weltweit zehntausenden Opfer dieser schrecklichen Praxis. Neben Kriminellen lassen vor allem autoritäre Regime Menschen verschwinden, die sich für die Rechte der ethnischen, religiösen oder sprachlichen Gruppe einsetzen, der sie selbst angehören.
„Die Bedürfnisse der indigenen Pokot- und Samburu-Nomaden und auch der Kikuyu-Bauern dürfen nicht ignoriert werden. Sie leiden sehr unter dem Verlust von immer mehr Land“ Foto: Ruth via Flickr
Wahlen in Kenia (8.8.): Neue Regierung muss Gewalteskalation zwischen Bauern und Nomaden verhindern
Vor den Wahlen in Kenia am 8. August hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) darauf hingewiesen, dass die neue Regierung dringend Maßnahmen zur Verhinderung einer Gewalteskalation zwischen Nomaden und Bauern sowie Naturschützern ergreifen muss.
In Amazonien trocknen wegen des Klimawandels die Flüsse aus, sodass die vom Fischfang lebenden Ureinwohner keine Fische mehr finden. Foto: Shever via Flickr
USA ziehen sich von Welt-Klimavertrag zurück
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) wirft US-Präsident Donald Trump vor, mit seinem Rückzug vom Welt-Klimavertrag das Überleben von Dutzenden indigenen Völkern zu gefährden.
Älteste in Ostafrika bitten um Hilfe: Hexerei-Vorwürfe bedrohen Leben älterer Menschen
Mit dem dramatischen Appell, ihr Leben zu schützen, haben sich Älteste vom indigenen Volk der Giriama in Kenia mit Hilfe der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) an westliche Botschaften, die Vereinten Nationen und die Regierung Kenias gewandt. Die Ältesten fürchten ermordet zu werden, weil erfundene Hexerei-Vorwürfe sie akut bedrohen.
„Realitätsfremd und unmenschlich“ – Rückführungsabkommen für Flüchtlinge aus Somalia scharf kritisiert
Als „realitätsfremd und unmenschlich“ kritisierte die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) die geplante Rückführung von mehr als einer Million somalischen Flüchtlingen aus dem Nachbarland Kenia. Solange es in Somalia noch keine Sicherheit gibt, ist es unverantwortlich, die Flüchtlinge zu repatriieren.
Kenias Muslimen und Flüchtlingen aus Somalia drohen mehr Ausgrenzung und Diskriminierung
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) fürchtet, dass der schreckliche Terroranschlag von Nairobi schwerwiegende Folgen für die muslimische Bevölkerung Kenias und für die Flüchtlinge aus Somalia haben wird, die im Nachbarland Schutz gesucht haben. Muslime drohen in Kenia nun pauschal zu Terror-Verdächtigen abgestempelt zu werden, obwohl sich der Oberste Rat der Muslime klar von der Gewalt distanziert hat.
Konflikte rund um Wasser sind Thema eines 22-seitigen Memorandums, das die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) anlässlich des Weltwassertages am 22. März 2013 veröffentlicht hat.
Die internationale Menschenrechtsorganisation zeigt darin anhand von 16 Beispielen aus aller Welt, dass vielerorts Ureinwohnergemeinschaften durch massive Eingriffe in den natürlichen Lauf von Flüssen oder durch das Einleiten oder Einsickern von Giftstoffen in Fischgründe und Grundwasser gefährdet sind.
„Sagt eurer Regierung, unserer kein Geld zu geben“
Seit Tausenden von Jahren leben Hirtenvölker mit ihren Tieren im Südwesten Äthiopiens entlang des Omo. Der Fluss entspringt in den gebirgigen Regionen südwestlich der Hauptstadt Addis Abeba, fließt durch das Hochland von Abessinien, eine der eindrucksvollsten Landschaften Afrikas, und mündet in Kenias Turkana-See.
Ureinwohner in Afrika gefährdet – mehr als 140 indigene Völker leiden unter den Folgen des Klimawandels
Mehr als 140 indigene Völker in Afrika leiden massiv unter den Folgen des Klimawandels. Darauf hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) in Göttingen zum Auftakt des Weltklimagipfels am heutigen Montag in Durban hingewiesen. Die katastrophalen Folgen von immer häufiger auftretenden Dürren und Überschwemmungen werden noch dadurch verschlimmert, dass sich Afrikas Regierungen nicht konsequent für Nachhaltigkeit und den Schutz der Biodiversität einsetzen.