Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) wertet das Ergebnis der Sametingswahl in Schweden vom 18. Mai 2025 als deutliches Signal für mehr indigene Selbstbestimmung. Mit einer Wahlbeteiligung von 60,9 Prozent haben die Sámi ihre Vertretung neu gewählt, wie das nun vorliegende Ergebnis der Auszählung zeigt. „Die Regierung in Stockholm muss jetzt endlich anfangen, das Sameting als politisches Organ ernst zu nehmen, anstatt es als Feigenblatt zu behandeln“, forderte Gerrit Jan Hofert, Menschenrechtsreferent bei der GfbV, am heutigen Mittwoch in Göttingen.
Wahl des Parlaments der indigenen Sámi in Schweden (18.5.)
„Es ist ein menschenrechtliches Minimum, dass Indigene Völker bei Entscheidungen, die sie betreffen, verbindlich eingebunden werden. Die gewählte Vertretung der Sámi muss von der schwedischen Regierung endlich mit echten Entscheidungskompetenzen ausgestattet werden“, sagt Gerrit Jan Hofert, Menschenrechtsreferent bei der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) anlässlich der bevorstehenden Wahl des Sameting, dem Parlament der indigenen Sámi in Schweden, am Sonntag (18. Mai).
Die Einigung über die Aufhebung der türkischen Blockade der Beitrittsgesuche Schwedens und Finnlands auf dem Nato-Gipfel in Madrid lässt Schlimmes befürchten. Die Gesellschaft für bedrohte Völker rechnet damit, dass die skandinavischen Länder die Verfolgung vor allem der kurdischen Bevölkerung verstärken werden, um den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan zufrieden zu stellen.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker warnt davor, auf die erneuten Erpressungsversuche des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan einzugehen. Dieser versucht, aus den Beitrittsersuchen Finnlands und Schwedens zur Nato außenpolitisches Kapital zu schlagen.
Windparks mit hunderten Turbinen sollen saubere Energie für die prosperierende Wirtschaft des Landes liefern. Ihr Bau ist allerdings auf Arealen geplant, die den Sami als Weidegrund für ihre Rentiere dienen. Bild: Niels Keilhack, GfbV Archiv
EINLADUNG ZUR MENSCHENRECHTSAKTION Hannover Messe
Menschenrechtsaktionen in Hannover: Zur Messeeröffnung am Sonntag, den 31. März 2019, gegenüber dem Hannover Congress Centrum (Kuppelsaal) von 15:30 bis 18.30 Uhr sowie zum ersten Messetag am Montag, den 1. April 2019, am Messe-Eingang Nord (Europaplatz) von 8:30 bis 10:30 Uhr.
Die Folgen der Waldbrände in Schweden für den Rentier-Bestand stellen eine Gefahr für indigene Sami dar. Schwedens Sami leiden schon seit Jahren unter den Folgen von Klimawandel oder Rohstoffabbau. Bild: Sami Camp/Sweden via Flickr CC BY-SA 2.0
Großfeuer vernichten Winterfutter von Rentieren
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat vor den massiven Folgen der Waldbrände in Schweden für den Rentier-Bestand gewarnt.
Wirtschaftsunternehmen und Regierungen wollen sich den Zugriff auf begehrte Rohstoffe aus den Gebieten indigener Völker sichern. Foto: Next Nature Network
Internationaler Tag der Mutter Erde (22.4.): „Weltkrieg“ gegen indigene Völker
Zum Internationalen Tag der Mutter Erde (22.4.) hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) vor der systematischen Zerstörung der Lebensgrundlage der rund 5.000 indigenen Völker der Welt gewarnt.
Schweden soll samische Kultur wirksam schützen und Bergbau stoppen
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) begrüßt es außerordentlich, dass die Samen und ihre Kultur während des Kulturhauptstadtjahres im nordschwedischen Umeå besonders gewürdigt werden sollen. Doch während in Umeå die Sami-Kultur gefeiert wird, stehen die Samen unter einem wachsenden Druck, weil der beispiellose Run auf Bodenschätze droht, ihre Kultur und Lebensweise zu zerstören.
Sápmi vor weiterer wirtschaftlicher Ausbeutung schützen!
In Schweden siegen Wirtschaftsinteressen immer mehr über den Naturschutz. Leidtragende sind die Samen, denn ihr Land Sápmi birgt einen Großteil der Rohstoffe, die jetzt gefördert werden sollen. Viele Samen und andere Einwohner des rohstoffreichen schwedischen Nordens wehren sich gegen die Zerstörung ihrer Heimat. Bitte helfen Sie ihnen und beteiligen Sie sich an unserer Briefaktion für die Rechte der samischen Ureinwohner.