Vertreter von Tageszeitungen in Minderheiten- und Regionalsprachen haben am 28. Juli 2001 die Vereinigung Midas (Minority Dailies Association) gegründet. Anfang Juni fand die erste Hauptversammlung bei der ungarischen Tageszeitung Új Szó in Pressburg (Slowakei) statt. Günther Rautz, Koordinator des Forschungsbereichs „Minderheiten und Autonomien“ an der Europäische Akademie in Bozen (Südtirol-Italien) sprach mit Edita Slezaková vom Midas-Verwaltungsrat.
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In der Europäischen Union gibt es über 50 autochthone Sprachen, die im täglichen Leben Verwendung finden. Von diesen sind jedoch nur 11 offizielle Amtssprachen der EU: Dänisch, Deutsch, Englisch, Finnisch, Französisch, Griechisch, Italienisch, Niederländisch, Portugiesisch, Schwedisch, Spanisch, sowie Irisch für wichtige Verträge. Von den 370 Millionen Bürgern der EU sprechen fast 50 Millionen eine andere Sprache als die offizielle Staatssprache des Mitgliedslandes, in dem sie leben; fast jeder siebte Unions-Bürger gehört einer sprachlichen Minderheit an.
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Die Politik und Publizistik des Westens arbeiten oft mit vereinfachten Slogans. Es wurde und wird nach dem 11. September 2001 oft von einem Angriff gegen die gesamte zivilisierte Welt gesprochen. Doch zur zivilisierten Welt gehören auch die leidenden Menschen im Vielvölkerstaat Afghanistan sowie zahlreiche ethnische und religiöse Gemeinschaften in Afrika, im Nahen und Mittleren Osten und in anderen Teilen der Welt.
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Die so genannte Antiterrorkoalition unter Führung der USA hat weltweit Diktaturen gestärkt und die Verfolgung oder blutige Unterdrückung von Minderheiten in vielen Ländern eskalieren lassen. Diese ernüchternde Bilanz kann ein Jahr nach den Terroranschlägen gegen die USA gezogen werden.
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An nationalen Souveränitätsansprüchen wird sich entscheiden, ob der auf dem jüngsten Den Haager Biodiversitätsgipfel (7. bis19. April 2002) vollmundig verkündete übergang von Worten zu Taten, d.h. von der Politikgestaltung zur Umsetzung, noch rechtzeitig in die Gänge kommt (Biodiversität = Artenvielfalt).
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Die indigenen Völker bilden nur fünf Prozent der Weltbevölkerung. Diese fünf Prozent besetzen 20% der Weltoberfläche – dort befindet sich 80% der Welt-Biodiversität. Die Regenwälder am Amazonas, in Zentral-Afrika, Asien und Melanesien sind Heimat für mehr als die Hälfte der indigenen Völker der Erde, mit der höchsten Artenvielfalt der Welt. Der Verein der traditionellen amerikanisch-indianischen Bauern (Asociación de Agricultores Nativos Americanos Tradicionales) schätzt, dass die indigenen Völker 65% der weltweit verbrauchten Arten landwirtschaftlicher Produkte anbauen
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Im Jahr 1992 trafen sich die Staaten dieser Welt in Rio de Janeiro zur UN-Konferenz für Umwelt und Entwicklung. Sie verabschiedeten mit der Agenda 21 ein ambitioniertes, jedoch rechtlich nicht bindendes „Aktionsprogramm für das 21. Jahrhundert“. Es sollten in den folgenden Jahren Aktionspläne erarbeitet werden, um die notwendige Umkehr zu einer nachhaltigen Entwicklung mittels konkreter umwelt- und entwicklungspolitischer Maßnahmen zu bewältigen.
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1991 richtete die damalige, sozialdemokratisch geführte Regierung Australiens den Rat zur Versöhnung mit den Aborigines („Council for Aboriginal Reconciliation“) ein.
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Audrey Kinnear und Helen Moran wurden 1950 und 1960 im Alter von vier und zwei Jahren gewaltsam von ihren Familien getrennt. Sie sind Töchter von Weißen und Aborigines und fanden erst als Erwachsene zu ihren indigenen Wurzeln zurück. Beide Frauen beteiligten sich maßgeblich an der Journey of Healing, einer Tour, die im Mai 1999 in Uluru stattfand und für die Aussöhnung zwischen Weißen und Aborigines steht.
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