Im Dezember 1994 marschierten die Truppen der Russischen Föderation unter dem Vorwand, die verfassungsmäßige Ordnung Rußlands zu verteidigen, in Tschetschenien ein. Russische Kampfflugzeuge und Panzer bombardierten wahllos Wohnviertel, Krankenhäuser, Schulen und Kindergärten. Russische Scharfschützen schossen auf Warteschlangen an Bushaltestellen und auf Trauergaeste bei Beerdigungsfeiern.
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Wer in Griechenland von „Vlachen“ spricht, wird leicht missverstanden. Während man im Norden des Landes unter „Vlachen“ die Gruppe der Aromunen versteht, denkt man anderswo eher allgemein an rückständige Landbevölkerung. Dabei haben gerade die Aromunen durch zahlreiche Mäzene, Nationalhelden und Intellektuelle einen bedeutenden Beitrag zur geschichtlich-kulturellen Entwicklung Griechenlands geleistet. Das Bild der Aromunen als wildes Hirtenvolk wird heute noch durch die Medien geschürt. Die Identifikation mit dem Griechentum als altes Kulturvolk erleichtert es den Aromunen, dieses Image abzulegen. Die Mehrheit der Aromunen bezeichnet sich selbst nicht als Minderheit und erkennt diejenigen Personen, die als Vertreter der Minderheit entsprechende Rechte fordern, nicht als Aromunen an.
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Die mehr als 70.000 Saami in Norwegen (40.000), Schweden (15 – 20.000), Finnland (6.500) und auf der russischen Kola-Halbinsel (4.000) blicken auf eine 10.000 Jahre alte Kultur zurück. Sie entwickelten die Kunst, im strengen arktischen neun Monate dauernden Winter zu bestehen. Wie bei anderen indigenen Völkern (Ureinwohnern) steht im Mittelpunkt ihres Denkens die Natur, als deren integralen Bestandteil sie sich verstehen.
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Es wird allgemein, ohne viel Unterscheidung, von Minderheiten bzw. Sprachminderheiten gesprochen. Dies ist eine unzulässige Nachlässigkeit. Es ist aber auch eine gezielt eingesetzte Verwässerung, um der Verpflichtung des Minderheitenschutzes auszuweichen.
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In den Dolomiten leben rund 30.000 Ladiner. Diese Sprachminderheit ist in den Tälern rund um das imposante Sella-Massiv beheimatet: Gadertal (Val Badia) mit dem Seitental Enneberg (Marèo), Gröden (Gherdëina), Fassa (Fascia), Buchenstein (Fodom) und Cortina d’Ampezzo (Anpëz).
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Bozen, 18.-20. März 1999Referat von Lois Trebo anlässlich der Tagung Minderheiten und öffentlich-rechtlicher RundfunkDie RAI und die ladinische VolksgruppeÜber die Probleme der Minderheiten in Südt…
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Wer im Gadertal in Südtirol aufwächst, lernt zuhause in der Regel Ladinisch. Im Kindergarten noch Hauptsprache, steigt das Ladinische in der Schule zur „Hilfssprache“ ab. In Rundfunk und Fernsehen …
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Indiens Urbevölkerung („Adivasi“) kämpft ums überleben. Für Industrieprojekte werden sie von ihrem Land vertrieben und verlieren ihre natürliche Lebensgrundlage. Indiens Industrielle werden immer reicher, die Adivasi immer ärmer. In städtischen Slums und Umsiedlungsdörfern leben sie entwurzelt von der Stammesgemeinschaft. Die Kultur der Adivasi-Völker ist akut bedroht.
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Die Adivasi zerstören die Wälder, hieß es ein Jahrhundert lang unter britischer und anschließend indischer Herrschaft. Das Gegenteil ist der Fall. Die Ureinwohner schützen den Wald, da sie von seinen Ressourcen leben.
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