Nach den Protesten in März, bei denen über 200 Menschen getötet wurden, setzte eine riesige Verhaftungswelle ein. Mittlerweile wurden über 5.700 Menschen festgenommen, und es ist zu befürchten, dass in den nächsten Wochen zahlreiche von ihnen in unfairen Schnellverfahren zu jahrelangen, wenn nicht lebenslänglichen Haftstrafen verurteilt werden.
Nach wie vor erreichen uns täglich Berichte von neuen Verhaftungen, von verzweifelten Protesten und brutaler Gewalt.
Bitte appellieren Sie an die EU-Außenkommissarin Benita Ferrero-Waldner und europäische Außenminister wie Frank-Walter Steinmeier (Deutschland), Franco Frattini (Italien), Ursula Plassnik (Österreich) und Micheline Calmy-Rey (Schweiz), sich dringend für ein Ende der Gewalt und Gerechtigkeit in Tibet einzusetzen!
VW fährt für Olympia – aber bitte nicht durch Tibet!
Volkswagen sponsert den umstrittenen olympischen Fackellauf durch Tibet und ganz China. Das Unternehmen will die olympische Flamme mit vielen Neuwagen begleiten, um im Vorfeld der Olympischen Spiele seine gute Stellung auf dem chinesischen Automarkt auszubauen.
Nach dem gewaltsamen Tod von über 200 Menschen und der Festnahme von rund 5700 Tibetern während der Unruhen der letzten Wochen darf VW nicht so tun, als sei nichts geschehen! Fordern Sie VW auf, nicht durch Tibet zu fahren und sich für die Freilassung der politischen Gefangenen einzusetzen! Zum Online-Appell
Brasilien: Morddrohungen gegen indigenen Repräsentanten
Im März 2008 besuchte Almir Suruí unser Bundesbüro in Göttingen. Nun bat er uns um dringende Hilfe, denn seit seiner Rückkehr nach Brasilien erhielt er wiederholt Morddrohungen. Almir ist für seinen Einsatz gegen die Zerstörung des Amazonasgebietes bekannt. Im Rahmen der Organisation COIAB vertritt er 320.000 Angehörige von 163 indigenen Völkern.
Bitte fordern Sie die brasilianische Regierung auf, Maßnahmen zum Schutz von Almir Suruí zu treffen! Zum Online-Appell
Protestieren auch sie gegen das furchtbare Unrecht, das im Schatten der Olympiade geschieht!
Die Regionalgruppe Braunschweig der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) wird die CHINA-KAMPAGNE der Gesellschaft für bedrohte Völker in der Region Braunschweig aktiv unterstützen und auf aktuelle Online-Appelle der GfbV aufmerksam machen.
Seit 12 Jahren ist der Verleger Hada in Haft, weil er Bücher über die Kultur der Mongolen publizierte. Seine Ehefrau Xinna hofft, dass er anlässlich der Olympischen Spiele vorzeitig freigelassen wird. Bitte appellieren Sie an die für Außenbeziehungen der EU zuständige Kommissarin Benita Ferrero-Waldner, sich persönlich dafür einzusetzen. Zum Online-Appell|>
Angesichts von VÖLKERMORD – kein „business as usual“ mit CHINA!
China ist seit Jahren Schutzmacht der für den Völkermord in Darfur verantwortlichen sudanesischen Regierung – und ihr wichtigste Handelspartner. Es muss sich viel stärker für ein Ende des Völkermordes engagieren!
Die internationale Wirtschaft, die von der Olympiade profitiert, muss diesbezüglich Druck auf China machen!
Bitte unterstützen Sie unseren diesbezüglichen Appell an den Olympia-Sponsor Volkswagen AG! Zum Online-Appell|>
Montag, 12. Februar 2008, 12 Uhr mittags: Zwanzig bewaffnete Polizisten stürmen das Haus eines in der Provinz Shandong bekannten Protestanten, in dem sich 250 Gläubige zu einem Bibelkurs versammelt haben. In Kirchen dürfen sie sich nicht treffen, da ihre Untergrundkirche offiziell nicht anerkannt ist. 80 Gläubige – unter ihnen 39 Frauen – werden in zehn Polizeiwagen gepfercht und in Polizei- und Haftanstalten gebracht. Ihre Habseligkeiten werden ihnen abgenommen. Bis heute weiß man nichts von ihrem Verbleib. Zum Online-Appell|>
Die tibetische Nonne Phuntsog Nyidrol verbrachte 17 Jahre ihres Lebens im Gefängnis. Sie hat furchtbare Folter überlebt – und widmet nun ihr Leben dem Einsatz gegen Folter und Misshandlung in China.
Bitte unterstützen Sie ihren Appell an die UN-Hochkommissarin für Menschenrechte, Navanethem Pillay! Zum Online-Appell|>