Irakische Einmischung in christliche Angelegenheiten
Die Gesellschaft für bedrohte Völker verurteilt Versuche der irakischen Regierung, die chaldäisch-katholische Kirche zu enteignen und entmachten. Sie versucht seit einiger Zeit, christlichen Milizen kirchliches Eigentum zuzuschanzen. Diese Milizen, die 2014 zur Bekämpfung des „Islamischen Staates“ gegründet wurden, stehen unter Kontrolle der Regierung in Bagdad, die auch ihren Sold bezahlt.
Die erste Hälfte dieses Jahres war für die Menschen im türkisch besetzten Afrin erneut von Gewalt und Unterdrückung geprägt, wie die Gesellschaft für bedrohte Völker berichtet. Die Region im Nordwesten Syriens wurde 2018 von der Türkei besetzt. Der türkische Präsident Erdogan hat dort ein Terrorregime von islamistischen Söldner-Milizen installiert, das zahllose Menschen vertrieben hat.
Blick von oben über den Regenwald am Amazonas
CC BY-SA 2.0
Tourismus und Menschenrechte
Verantwortungsbewusstes Reisen in indigene Gebiete, zum Beispiel im Amazonas, kann das Wohlergehen der lokalen Bevölkerung unterstützen, Wissen und Verständnis schaffen und dabei die Umwelt schonen. Das klappt natürlich nur, wenn die Indigenen vor Ort ihre Gäste aus freien Stücken willkommen heißen und die Reisen in ihr Gebiet selbst anbieten.
In Nordsyrien setzt die Türkei Wasser als Waffe gegen die kurdische und andere Minderheiten ein, wie die Gesellschaft für bedrohte Völker kritisiert. Rund 1,5 Millionen Menschen in den nordöstlichen Gebieten Syriens sind von der Wasserversorgung abgeschnitten. Besonders betroffen ist die multiethnische und multireligiöse Stadt Hasakeh.
Seit vier Monaten herrscht im Sudan wieder Krieg. Vor diesem Hintergrund kritisiert die „Bana Group for Peace and Development“, ein Netzwerk sudanesischer Frauenorganisationen die internationale Gemeinschaft: Die demokratische Bewegung des Sudan, die 2018/2019 das Ende der Militärdiktatur unter Omar Al Baschir erreichte, sei viel zu wenig unterstützt worden.
Sieben Jahre nach dem gescheiterten Militärputsch in der Türkei am 15. Juli 2016 erinnert die Gesellschaft für bedrohte Völker an die schwierige Lage der tausenden politischen Gefangenen im NATO-Land. In türkischen Gefängnissen oder in Polizeigewahrsam sollen im Jahr 2022 bis zu 83 Menschen unter verdächtigen Umständen ums Leben gekommen sein. Auch die Berichte über Folter in den überfüllten türkischen Gefängnissen mehren sich.
Campingplatz bei Prapratno auf der kroatischen Halbinsel Pelješac.
Gemeinfrei
Tourismus und Menschenrechte
Kroatien hat sich innerhalb weniger Jahre vom Geheimtipp zum Tourismus-Hotspot gemausert. Zwischen der panonischen Tiefebene, der dinarischen Gebirgsregion und der adriatischen Küstenregion laden Inseln und Bergen zum Entdecken ein. Die Tourismusbranche zählt inzwischen zu den größten Wirtschaftszweigen des Landes.
28. Jahrestag des Massakers von Srebrenica (11.7.)
28 Jahre nach dem Völkermord in Srebrenica ab dem 11. Juli 1995 werden die Verbrechen des Bosnien-Krieges in weiten Teilen Bosnien und Herzegowinas weiter nicht anerkannt. In der serbisch dominierten „Republika Srpska“ grassiert die Genozid-Leugnung trotz Verbot weiter, verurteilte Täter werden als Helden verehrt. So wird auch die diesjährige Gedenkveranstaltung in Srebrenica in einer Atmosphäre der Leugnung stattfinden. Weitere 30 Opfer werden von ihren Familien auf dem Friedhof in Potočari zu Grabe getragen.
Seit jeher kreuzen nomadische Völker die Weiten der Sahara, lange bevor europäische Kolonialmächte dort Grenzen einzogen. Viele Reisende wollen diese einzigartige Natur erleben und auch die Kultur …