Letztes Urteil des UN-Tribunals für Ex-Jugoslawien
Der Rechtsnachfolger des Internationalen Kriegsverbrechertribunals für das ehemalige Jugoslawien hat in Den Haag sein letztes Urteil gesprochen. Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, die Verfahren zu evaluieren. Davon können künftige Tribunale profitieren, sei es für die Ukraine oder Myanmar. Langfristig muss die internationale Strafgerichtsbarkeit insgesamt reformiert werden.
Anlässlich des Internationalen Tages des Kindes am heutigen 1. Juni fordert die Gesellschaft für bedrohte Völker mehr Aufmerksamkeit und internationale Hilfe für die Rohingya-Kinder in den Flüchtlingslagern in Bangladesch. Nach dem Militärputsch in Myanmar im Jahr 2021 stieg die Anzahl der nach Bangladesch geflüchteten Rohingya auf mehr als eine Million. Mehr als die Hälfte von ihnen sind unter 18 Jahre alt.
Wenn Armenien das Gebiet Arzach / Karabach an Aserbaidschan abtritt, drohen der armenischen Bevölkerung dort Vertreibung und massive Gewalt. Davor warnt die Gesellschaft für bedrohte Völker in einem eindringlichen Appell an Bundeskanzler Olaf Scholz. Der Kanzler will am 1. Juni mit den Regierungschefs Armeniens, Aserbaidschans und Frankreichs Gespräche über eine politische Lösung für Arzach /Nagorno Karabach führen.
Das schiitisch-islamistische Regime im Iran und die sunnitisch-islamistischen Taliban-Machthaber in Afghanistan ringen in der Region nicht nur um Einfluss, sondern auch um Wasser. In diesem langjährigen Konflikt um die Rechte am Grenzgewässer Helmand zeigt sich, wie Wasser als Druckmittel eingesetzt und Minderheiten instrumentalisiert werden.
Gedenktag an die Deportation der Krimtataren 1944 (18.5.)
Am heutigen Donnerstag, dem 18. Mai 2023 gedenken Krimtataren weltweit der Deportation ihres Volkes durch die Rote Armee 1944. „Deutschland trägt eine Mitverantwortung für das Schicksal der Krimtataren heute“, mahnte Sarah Reinke, Osteuropaexpertin der Gesellschaft für bedrohte Völker während der Menschenrechtsaktion zur Erinnerung an den Völkermord vor dem Brandenburger Tor.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker bedauert die Wiederaufnahme Syriens in die Liga der Arabischen Staaten. Das Assad-Regime musste dafür keinerlei Zugeständnisse machen. Vor genau zwölf Jahren sind die Menschen in Syrien für Demokratie, Meinungs- und Pressefreiheit auf die Straße gegangen. Stattdessen erhielten sie ein zerstörtes Land: Etwa 600.000 Menschen wurden getötet, 80 Prozent der Bevölkerung leben in Armut und 12 Millionen Menschen sind innerhalb und außerhalb des Landes auf der Flucht.
Ein Bündnis aus Vereinen, Initiativen und Künstlern ruft zur Gedenkkundgebung anlässlich der Deportation des krimtatarischen Volkes durch das Stalinregime vor 79 Jahren auf. Seit der russischen Bes…
Die gestrigen Präsidentschafts- und Parlamentswahlen waren vor allem in den kurdischen Gebieten der Türkei weder fair noch demokratisch. Wie die Gesellschaft für bedrohte Völker berichtet, wurden in der kurdischen Provinz Siirt am Wahltag zwei Mitglieder einer spanischen Wahlbeobachtungsdelegation festgenommen. In der kurdischen Provinz Sirnak sollen türkische Sicherheitskräfte aus gepanzerten Fahrzeugen wahllos Tränengasgranaten in Straßen und Wohnviertel geschossen haben. Auch bewaffnete Anhänger Erdogans hätten wahllos das Feuer eröffnet.
Ethnische und religiöse Minderheiten in den Nachbarländern der Türkei hoffen auf einen Regimewechsel, wie Dr. Kamal Sido, Nahostexperte der Gesellschaft für bedrohte Völker, nach einer Reise in die Region berichtet. Besonders für die kurdischen Gebiete Syriens und des Irak könnte ein Machtwechsel das Ende der täglichen Angriffe bedeuten. Die Menschen leiden dort sehr unter der Gewalt, die von der Türkei ausgeht.