Das schwere Erdbeben der vorvergangenen Nacht hält die Türkei nicht davon ab, kurdisch kontrollierte Gebiete in Nordsyrien zu bombardieren, wie die Gesellschaft für bedrohte Völker am heutigen Dienstag in Göttingen kritisiert. Gegen Mitternacht griff die Türkei das vom Beben betroffene Umland von Tal Rifaat an. In der Gegend nördlich von Aleppo haben kurdische Vertriebene aus der Region Afrin Zuflucht gefunden.
Einladung zu Menschenrechtsaktion in Wolfsburg (10.02.)
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) und der Weltkongress der Uiguren (WUC) fordern VW-Chef Oliver Blume in Wolfsburg auf, das Schweigen des Konzerns zu den Verbrechen der chinesischen Regie…
Nach dem schweren Erdbeben in Nordsyrien und der Türkei fordert die Gesellschaft für bedrohte Völker schnelle Hilfe für die kurdisch kontrollierten Gebiete. Die Bundesregierung muss die Türkei dazu drängen, ihre Angriffe auf Nordsyrien einzustellen, damit nach Überlebenden gesucht werden kann.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker warnt vor weiteren Zugeständnissen an den türkischen Machthaber im Zuge des schwedischen Nato-Beitritts. Die kurdische Bevölkerung auf Geheiß des türkischen Präsidenten zu unterdrücken widerspreche allem, wofür Schweden steht. Zudem würde ein Entgegenkommen nur zu weiteren Forderungen des türkischen Machthabers führen.
Zwei Jahre nach dem Militärputsch in Myanmar, am 1. Februar 2021, erinnert die Gesellschaft für bedrohte Völker an die nach wie vor dramatische Lage der Minderheiten im Land und in den Flüchtlingslagern der Nachbarländer. Besonders betroffen ist die muslimische Minderheit der Rohingya, die im August 2017 Opfer eines Völkermordes wurden.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker und der Weltkongress der Uiguren haben Volkswagen-Vorstandsvorsitzenden Oliver Blume am heutigen Freitag aufgefordert, sich während seiner am Sonntag beginnenden China-Reise zur Rolle uigurischer Zwangsarbeiter in den Lieferketten des VW-Konzerns zu äußern. Volkswagen hat nicht nur wegen seiner dunklen Vergangenheit eine moralische Verantwortung. Der Konzern muss sicherstellen, dass er weder direkt noch indirekt vom Völkermord an den Uiguren und anderen Turkvölkern profitiert.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker fordert Bundeskanzler Olaf Scholz auf, einen besonderen Schwerpunkt seiner morgen beginnenden Südamerika-Reise auf die Rechte der indigenen Völker dieser Länder zu legen. Wirtschaftliche Zusammenarbeit dürfe keinesfalls indigene Rechte beschneiden. Das müsse der Bundeskanzler auf seiner Reise nach Brasilien, Chile und Argentinien deutlich machen.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker begrüßt die Position der deutschen Bundesregierung, Hetze und Hassrede von AKP-Abgeordneten in Deutschland auch bei einem möglichen Staatsbesuch des türkischen Machthabers Recep Tayyip Erdogan zu thematisieren. Das reicht aber nicht. Spätestens seit der Bundestag den Völkermord an den Yeziden anerkannt hat, sollte die Bundesregierung ihren Umgang mit Erdogan neu ausrichten.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker äußert sich besorgt über Beschädigungen am krimtatarischen Khan-Palast in Bachtschyssaraj. Lokalen Medienberichten zufolge lässt die russische Verwaltung auf der Krim die UNESCO-Weltkulturerbe-Stätte im Zuge vermeintlicher Renovierungsarbeiten schrittweise zerstören. Damit wollen sie die falsche Behauptung unterstreichen, die Krim hätte schon immer zu Russland gehört.