Die Adivasi (Hindi: erste Menschen) sind die Ureinwohner Indiens. Sie wurden seit 1500 v. Chr. von indogermanischen Nomadenvölkern in die unzugänglichen Wald- und Bergregionen des Landes verdrangt. Der indische Wirtschaftsboom droht sie nun aber auch aus diesen an Bodenschätzen reichen Gebieten zu vertreiben. Die Adivasi pflegen eine spirituelle Beziehung zu ihrem Land und wirtschaften daher angepasst an ihre jeweilige Umwelt, um so ausschließlich ihre unmittelbaren Lebensbedürfnisse befriedigen zu können. Gegenwärtig leben 82,54 Mio. Adivasi in Indien. Sie stellen 8,2 Prozent der Bevölkerung. Ihr Hauptsiedlungsgebiet sind die Bundesstaaten Zentralindiens, der sogenannte „Tribal Belt“
(bestehend aus den Bundesstaaten Madhya Pradesh, Chattisgarh, Maharashtra, Orissa, Jharkhand and Gujarat). Obwohl die indische Verfassung ihnen besondere Rechte gewährt, werden sie nach wie vor oft als minderwertig betrachtet und diskriminiert. 90 Prozent der Adivasi leben unterhalb der Armutsgrenze.
Nachhaltigkeitsausschuss von Siemens versagt: Projekt verletzt Menschen- und Umweltrechte weltweit. Foto: Julian Meehan via Flickr (CC-by-SA)
Nachhaltigkeitsausschuss von Siemens versagt
• Nachhaltigkeitsausschuss von Siemens hat bei seiner Prüfung des Projektes versagt
• Transport über 10.000 km in ein kohlereiches Gebiet in Indien ist irrwitzig
• Sowohl in Australien als auch in Indien wurden indigene Rechte verletzt
Vor allem die starke Zunahme der Verletzungen der Religionsfreiheit, die Kaschmir-Krise und die Abschiebung von rund zwei Millionen Muslimen aus Assam müssten von Bundeskanzlerin Merkel angesprochen werden. Foto: Der Brahmaputra in Guwahati. Deepraj via Flickr (CC BY-SA 3.0)
Bundeskanzlerin Merkel reist nach Indien
Beim bevorstehenden Indien-Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel dürften Menschenrechtsfragen nicht ausgespart werden, forderte die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV). Vor allem die starke Zunahme der Verletzungen der Religionsfreiheit, die Kaschmir-Krise und die Abschiebung von rund zwei Millionen Muslimen aus Assam müssten auch angesprochen werden.
Tag der Suizidprävention: Selbstmordwelle unter indischen Bauern dauert an
Zum Welttag der Suizidprävention hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) mehr Initiativen gefordert, um die erschreckende Selbstmordwelle unter Indiens verarmten Bauern einzudämmen.
Gastland der Hannover Messe verletzt Religionsfreiheit
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) wirft Indien, dem diesjährigen Gastland der Hannover Messe, vor, Christen und Muslimen keine ausreichende Glaubensfreiheit zu garantieren. Seit dem Amtsübernahme von Premierminister Narendra Modi im Mai 2014 haben die Übergriffe von Hindu-Nationalisten auf Christen und Muslime um 55 Prozent zugenommen.
Gastland der Hannover Messe führt Kleinkrieg gegen Greenpeace und engagierte Nichtregierungsorganisationen
Auf scharfe Kritik stößt die Politik der indischen Regierung gegenüber engagierten Umwelt- und Minderheitenorganisation bei der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV). Im Gastland der Hannover Messe werden kritische Nichtregierungsorganisationen (NGOs) systematisch mundtot gemacht.
Premierminister Modi missachtet Rechte von Ureinwohnern – Generalstreik in Telangana
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat dem neuen indischen Premierminister Narendra Modi vorgeworfen, die Rechte indigener Völker grob zu verletzen. „Ohne Rücksicht auf die Proteste zehntausender Adivasi-Ureinwohner treibt Modi die Zwangsumsiedlung von 300.000 Menschen für das umstrittene Staudamm- und Bewässerungsprojekt Polavaram voran“, erklärte der GfbV-Asienreferent Ulrich Delius am Freitag in Göttingen.
Christen, Muslime und indigene Völker befürchten Einschränkung ihrer Rechte
Nach dem Sieg des Hindu-Nationalisten Narendra Modi bei den Parlamentswahlen warnt die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) vor einer Einschränkung der Rechte ethnischer und religiöser Minderheiten in Indien. „Modi und seine BJP-Partei sind nicht nur für das Massaker an Muslimen im Bundesstaat Gujarat im Jahr 2002 verantwortlich, sondern auch für Pogrome gegen Christen im Bundesstaat Orissa im Jahr 2008, für Anti-Konversions-Gesetze sowie für die zunehmende Gewalt gegen Adivasi-Ureinwohner und für die systematische Verletzung der Rechte indigener Völker“, erklärte der GfbV-Asienreferent Ulrich Delius am Samstag in Göttingen.
GfbV fordert konsequenten Einsatz Deutschlands für den Schutz der Zivilbevölkerung in Kriegen
Anlässlich des Internationalen Frauentags am 8. März veröffentlicht die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) ein Memorandum, in dem Schicksale von Frauen in Kriegen, auf der Flucht und in Nachkriegsgesellschaften dokumentiert werden. Weltweit erfahren sechs von zehn Frauen während ihres Lebens körperliche und sexuelle Gewalt.
Billiger Reis ist kein Allheilmittel zur Linderung der Armut in Indien – Landraub stoppen!
Mit Skepsis hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) auf das heute vom indischen Parlament beschlossene Programm zur Bekämpfung des Hungers reagiert. Die verarmte Bevölkerung soll mit preiswertem subventioniertem Reis und Getreide versorgt werden. Viele der 95 Millionen Ureinwohner in Indien leiden jedoch unter Protein- und Nährstoffmangel. Da helfen billige Reis- und Weizenlieferungen wenig.