Das Alevitentum ist eine liberal-islamische Glaubensgemeinschaft. Sie gilt als die zweitstärkste islamische Konfession. Von den etwa 68 Millionen Einwohnern der Türkei bezeichnen sich über 20 Millionen Menschen türkischer, turkmenischer, kurdischer und arabischer Herkunft als Aleviten. Der Begriff „Alevit“ stammt von dem Namen „Ali“ und bedeutet soviel wie „Ali-Anhänger“. Die Bezeichnung „Alevit“ wird auch als Sammelbegriff für die religiösen Untergruppen wie Kizilbas-Aleviten, Bektasi-Aleviten, Tahtaci-Aleviten und weitere Gruppen benutzt.
(Hauptsiedlungsgebiete der Aleviten in der Türkei)
Das Erdbeben in der Türkei und Syrien hat dem Maydanki-Staudamm bei Afrin weitere schwere Schäden zugefügt. Der Staudamm bei Afrin wurde bereits vor fünf Jahren durch türkische Luftangriffe während der völkerrechtswidrigen Invasion in die kurdische Region beschädigt.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker begrüßt die Position der deutschen Bundesregierung, Hetze und Hassrede von AKP-Abgeordneten in Deutschland auch bei einem möglichen Staatsbesuch des türkischen Machthabers Recep Tayyip Erdogan zu thematisieren. Das reicht aber nicht. Spätestens seit der Bundestag den Völkermord an den Yeziden anerkannt hat, sollte die Bundesregierung ihren Umgang mit Erdogan neu ausrichten.
Einladung zur Menschenrechtsaktion in Berlin (18.1.)
Anlässlich des fünften Jahrestages der völkerrechtswidrigen Invasion der Türkei in die nordsyrische kurdische Region Afrin am 20. Januar organisiert die Gesellschaft für bedrohte Völker eine Mahnwache unter dem Motto „Bomben auf Kurden – Nato-Partner Erdogan endlich stoppen, Herr Scholz!“ in Berlin. Dazu laden wir Sie herzlich ein.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker verurteilt die Brutalität, mit der die türkische Polizei friedliche alevitische Proteste niedergeschlagen hat sowie die anhaltende Repression religiöser Minderheiten in der Türkei. Während der Demonstrationen in der türkischen Hauptstadt Ankara gegen ein sogenanntes „Sackgesetz“ wurden zahlreiche Protestierende durch Polizeigewalt verletzt.
Nachdem die islamistische Miliz „Ha’iat Tahrir al-Scham“die Kontrolle über die syrisch-kurdische Region Afrin übernommen hat, appelliert die Gesellschaft für bedrohte Völker an den deutschen Bundestag: Das Parlament muss die Bundesregierung per Beschluss zwingen, ihre Unterstützung für islamistische Gruppen, die von der Türkei kontrolliert werden, zu überprüfen. Diese Unterstützung stärke die Achse Moskau-Teheran-Damaskus.
Am 23. September 2022 will das Internetportal „tirejafrin“ über ihre neuen Aktivitäten informieren. Das Portal lädt für diesen Tag zu einem Treffen in Hayat Event, zum Frenser Feld 1, 50127 in Bergheim bei Köln ab 17 Uhr ein.
Im August hat die türkische Armee ihre Angriffe auf ethnische und religiöse Minderheiten in Syrien erneut ausgeweitet. Es wurden 1.917 türkische Granatwerfer- und Raketenangriffe auf verschiedene Gebiete im Norden und Nordosten Syriens gezählt. Die Gesellschaft für bedrohte Völker fordert die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock auf, diese völkerrechtswidrige Aggression des NATO-Partners zu verurteilen und ihr Ende zu fordern.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) fordert die deutsche Bundesregierung auf, türkische Kriegsdrohungen gegen die kurdischen, aber auch christlichen und yezidischen Volksgruppen in Nordsyrien unmissverständlich zu verurteilen. „Präsident Erdogan muss seinen Bündnisverpflichtungen in der Nato nachkommen, ohne dafür mit schweigender Zustimmung zu militärischen Abenteuern belohnt zu werden. Das tun Deutschland und die Nato seit 1952“, erinnert Dr. Kamal Sido, Nahostexperte der GfbV
Fußball-WM 2022 – Menschenrechtsaktion in Berlin (19.5.)
Donnerstag, den 19.05.2022, ab 11 Uhr
gegenüber der Botschaft von Katar, Hagenstraße 56 in 14193 Berlin.
Mit einer Mahnwache vor der Botschaft von Katar in Berlin am kommenden Donnerstag (19.5.)…