Das Alevitentum ist eine liberal-islamische Glaubensgemeinschaft. Sie gilt als die zweitstärkste islamische Konfession. Von den etwa 68 Millionen Einwohnern der Türkei bezeichnen sich über 20 Millionen Menschen türkischer, turkmenischer, kurdischer und arabischer Herkunft als Aleviten. Der Begriff „Alevit“ stammt von dem Namen „Ali“ und bedeutet soviel wie „Ali-Anhänger“. Die Bezeichnung „Alevit“ wird auch als Sammelbegriff für die religiösen Untergruppen wie Kizilbas-Aleviten, Bektasi-Aleviten, Tahtaci-Aleviten und weitere Gruppen benutzt.
(Hauptsiedlungsgebiete der Aleviten in der Türkei)
Der Besuch von Merkel wird von vielen Kurden, Aleviten, Christen, Yeziden sowie von türkischen Demokraten als unmittelbare Unterstützung für die menschenverachtende Politik des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan betrachtet, Foto: OCHA/Salih Zeki Fazlioglu via Flickr
Türkei: Besuch von Merkel
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat Bundeskanzlerin Angela Merkel dazu aufgefordert, während ihres Türkei-Besuchs am kommenden Donnerstag mit Vertretern der Kurden und der demokratischen Opposition zu sprechen.
Türkei: 10. Jahrestag der Ermordung von Hrant Dink (19.01.2017)
Anlässlich des 10. Jahrestages der Ermordung des armenischen Journalisten Hrant Dink am 19. Januar 2007 in Istanbul erinnert die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) daran, dass seine Familie und die armenische Gemeinschaft in der Türkei trotz der Verurteilung seines damals noch minderjährigen Mörders noch immer auf Gerechtigkeit warten.
Seit dem Putschversuch vom 15. Juli 2016 benutzt der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan den "Kampf gegen den Terrorismus" als Mittel, um alle Formen der Opposition gegen die autoritäre Regierung der Regierungspartei AKP anzugreifen. Foto frei verwendbar (öffentliche Domäne)
Erdogans Verbrechen – eine Zwischenbilanz
Seit dem Putschversuch vom 15. Juli 2016 wird „der Kampf gegen den Terrorismus“ als Mittel benutzt, um alle Formen der Opposition gegen die autoritäre Regierung der Regierungspartei AKP anzugreifen.
Anstatt die Politik der türkischen Regierung zu unterstützten oder zu dulden, sollten Deutschland und die EU nach Wegen suchen, den bedrängten Zivilisten in Nordsyriens endlich kontinuierlich mit humanitärer Hilfe beizustehen. Foto: Cia Pak via UN Photo
Türkei: Steinmeier soll inhaftierte HDP-Politiker im Gefängnis besuchen
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat Außenminister Frank-Walter Steinmeier dazu aufgefordert, während seines Türkei-Besuchs am kommenden Dienstag mit dem inhaftierten Chef der prokurdischen Oppositionspartei HDP, Selahattin Demirtas, zusammenzutreffen.
Die Aleviten geraten durch die fortschreitende Islamisierung der Türkei, die Erdogan und seine streng islamische AKP-Partei nach dem Putschversuch Mitte Juli noch verstärkt haben, immer stärker unter Druck. Foto: GfbV Archiv
TERMIN: Demonstration der Aleviten in Köln gegen Erdogans Politik
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) unterstützt den Aufruf der Alevitischen Gemeinde Deutschland e.V. und ihrer Freunde, die für den kommenden Samstag zu einer Großdemonstration in Köln aufgerufen haben.
Die GfbV wird Russland dazu auffordern, die Bombardierung der von islamistischen Rebellen kontrollierten Stadtviertel im Osten von Aleppo einzustellen und das befreundete syrische Regime dazu zu bringen, seine Luftwaffe sofort zurückzurufen. Foto: Wikimedia Commons
Frieden für Aleppo und ganz Syrien! Bombardierungen beenden und Islamisten entwaffnen!
Mit Mahnwachen vor der Botschaft der Russischen Föderation und anschließend vor der Botschaft der USA wird die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am kommenden Mittwoch in Berlin gegen den mit großer Wucht wieder aufgeflammten Krieg in Syrien demonstrieren.
In Deutschland können Aleviten ihre Kultur noch Leben. In der Türkei geraten sie zunehmend unter Druck. Foto: Dr. Kamal Sido/GfbV
Türkei: Druck auf Minderheiten steigt nach Militärputsch
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) beobachtet mit Sorge, dass die streng islamische Regierung unter Präsident Recep Tayyib Erdogan nach dem gescheiterten Militärputsch den Druck auf die liberale Glaubensgemeinschaft der Aleviten und andere Minderheiten in der Türkei verstärkt.
In Deutschland können Aleviten ihre Kultur noch Leben. In der Türkei geraten sie zunehmend unter Druck. Foto: Dr. Kamal Sido/GfbV
Dr. Kamal Sido zur Situation der Aleviten in der Türkei
„Das Herz eines Menschen zu berühren ist viel wertvoller als eine Pilgerstätte zu besuchen“, sagt ein kurdisch-alevitisches Sprichwort. Doch die alevitische Auslegung des Islam wird von vielen sunnitischen Islamisten in der Türkei als „gottlos“ verachtet.
Verhaftung von kurdischem Politiker Abdullah Demirbas verstärkt Spannungen im Südosten der Türkei
Die türkische Regierung ließ im zentralen Bezirk Sur in Diyarbakir gewählte Vertreter der Kurden festnehmen, unter ihnen der populäre ehemalige Bürgermeister Abdullah Demirbas.