Das Alevitentum ist eine liberal-islamische Glaubensgemeinschaft. Sie gilt als die zweitstärkste islamische Konfession. Von den etwa 68 Millionen Einwohnern der Türkei bezeichnen sich über 20 Millionen Menschen türkischer, turkmenischer, kurdischer und arabischer Herkunft als Aleviten. Der Begriff „Alevit“ stammt von dem Namen „Ali“ und bedeutet soviel wie „Ali-Anhänger“. Die Bezeichnung „Alevit“ wird auch als Sammelbegriff für die religiösen Untergruppen wie Kizilbas-Aleviten, Bektasi-Aleviten, Tahtaci-Aleviten und weitere Gruppen benutzt.
(Hauptsiedlungsgebiete der Aleviten in der Türkei)
Gesellschaft für bedrohte Völker fordert Abschiebestopp für Flüchtlingsfamilien mit in Deutschland geborenen oder aufgewachsenen Kindern
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) fordert einen Abschiebestopp für Flüchtlingsfamilien mit in Deutschland geborenen oder aufgewachsenen Kindern. „Unsere Politiker und Behörden waren in den vergangenen Jahren dafür verantwortlich, dass tausende von Flüchtlingskindern aus ihrer vertrauten Umgebung, ihrer Schule, ihrem Freundeskreis hier in Deutschland gerissen und in eine ungewisse Zukunft in den Herkunftsländern ihrer Eltern geschickt wurden“, kritisierte der GfbV-Generalsekretär Tilman Zülch am Donnerstag in Göttingen anlässlich des Weltflüchtlingstages (20.6.) und mahnte: „Jedes einzelne dieser Schicksale ist eine Tragödie, die wir hätten vermeiden können!“
Erdogans Auftritt in Köln ist „unverhohlener Wahlkampf eines nationalistischen Taktierers“
Den geplanten Besuch des türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan am 24. Mai 2014 in Köln hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) in Göttingen als „unverhohlenen Wahlkampfauftritt eines eiskalten nationalistischen Taktierers“ bezeichnet. „Wer seine eigene Gesellschaft spaltet und dort Hetze gegen Kurden, Armenier, Griechen, Alewiten, Christen, Yeziden, aber auch gemäßigte Muslime betreibt und darüber hinaus Islamisten aus der ganzen Welt nach Syrien passieren lässt, darf in Deutschland nicht ohne Weiteres für seine Politik werben“, kritisierte die Menschenrechtsorganisation am Freitag.
Unterstützung für Protest von Kurden und Türken in Istanbul: Gesellschaft für bedrohte Völker kritisiert US-Einreiseverbot für türkischen Kurden-Experten
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) unterstützt die für den heutigen Montag (28.4.) geplanten Gespräche im amerikanischen Konsulat in Istanbul, bei denen Türken und Kurden gegen ein überraschend verhängtes US-Einreiseverbot für den türkischen Kurden-Experten und Soziologen Ismail Besikci protestieren wollen. Besikci die Einreise in die USA zu verweigern, ist offenbar ein skandalöser Versuch, die objektive Stimme eines Wissenschaftlers für die Kurden in der Türkei zum Schweigen zu bringen.
Massenmord an 33 Aleviten endlich aufklären und wenigstens die in Deutschland lebenden Täter bestrafen!
Anlässlich des 20. Jahrestages des Massakers an Aleviten in der Stadt Sivas in der Türkei fordert die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) eine unabhängige Aufklärung des Verbrechens, die Bestrafung der Täter und die Beendigung der fortwährenden Unterdrückung dieser Glaubensgemeinschaft in der Türkei.
Solidaritäts- und Gedenkkundgebung der Aleviten in Berlin
Anlässlich des 20. Jahrestages des Massakers in der türkischen Stadt Sivas, im Gedenken an die vielen Toten fortgesetzter Pogrome gegen Aleviten in der Türkei und solidarisch mit den friedlichen gegenwärtigen Protesten auf dem Istanbuler Taksim-Platz rufen die Alevitische Gemeinde Berlin e.V. und die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) auf zu einer Kundgebung am Sonntag, den 30. Juni 2013, um 13 Uhr auf dem Hermannplatz (Neukölln) in Berlin.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker appelliert an die Innenminister: Schluss mit den Abschiebungen von hier geborenen oder aufgewachsenen Flüchtlingskindern!
Um 15.000 sank die Zahl der in Deutschland geborenen Kinder im Jahr 2011 im Vergleich zum Vorjahr. Eine verhängnisvolle Entwicklung – nach Ansicht vieler Unternehmer und Ökonomen – wird von Jahr zu Jahr dramatischer. „Deutschland stirbt aus“ titelten erste Blätter. Gleichzeitig droht nach Schätzung der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) etwa 60.000 Menschen, darunter rund 15.000 heute ganz überwiegend deutschsprachigen Kindern mit Flüchtlingshintergrund, die Abschiebung.
Flüchtlingskinder retten! Kein Bleiberecht für Schünemann!
Mit einer Mahnwache vor dem Niedersächsischen Landtag hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am Mittwoch die sofortige Entlassung von Innenminister Uwe Schünemann gefordert. Wer Menschen bei Nacht und Nebel deportieren lässt, selbst das Kirchenasyl kriminalisiert und Härtefälle nicht verschont, hat in der Regierung eines deutschen Bundeslandes nichts zu suchen.