Die Haratin sind eine schwarzafrikanische Gemeinschaft von Sklaven und ehemaligen Sklaven in Mauretanien. Sie stellen ca. 40 Prozent der Gesamtbevölkerung von 3,3 Millionen des Landes. Ungefähr 500.000 von ihnen werden immer noch als Sklaven gehalten. Die wirtschaftliche und soziale Lage der Haratin ist katastrophal. Knapp 90% der einfachen Arbeiter in Mauretanien sind Haratin, während sie in Beamtenpositionen, der öffentlichen Verwaltung und Regierung so gut wie nicht zu finden sind. Obwohl die Sklaverei im Jahr 1980 offiziell abgeschafft und am 10. August 2007 ein Gesetz zur Bestrafung von Sklaverei verabschiedet wurde, existiert Sklaverei in Mauretanien bis heute fort. Vor allem Frauen und Kinder müssen unentgeltlich Haus- und Feldarbeiten verrichten oder Vieh hüten. Nicht selten leiden die Sklaven unter Demütigungen, Gewalt und Vergewaltigung durch ihre „Herren“.
Am 4. Dezember wurden im mauretanischen Ngawlé neun Menschen verhaftet, die friedlich für Landrechte protestierten. Hintergrund ist die unrechtmäßige Enteignung von fruchtbarem Ackerland der Peul.
Noch kurz nach den Präsidentschaftswahlen am Samstag hatte sich das Regime gerühmt, zum ersten Mal sei die Macht demokratisch übergegangen und nicht in einem Staatsstreich. "Doch wenn Mauretanien heute im Fiasko einer Staatskrise versinkt, so sind diese Probleme selbst verursacht", sagte Delius. Bild: Proteste in der Stadt Kaédi im September 2011. Magharebia via Flickr (CC BY 2.0)
Staatskrise in Mauretanien nach umstrittenen Wahlen
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat Mauretaniens Regierung Rassismus und Methoden einer Diktatur vorgeworfen, um nach umstrittenen Präsidentschaftswahlen ihren Machterhalt sichern. Die Menschenrechtsorganisation forderte die sofortige Freilassung von mehr als einhundert Personen, die allein aufgrund ihrer dunklen Hautfarbe bei Protesten gegen das Ergebnis der Präsidentschaftswahl vom letzten Samstag festgenommen wurden.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat die Freilassung des in Mauretanien inhaftierten Parlamentsabgeordneten und Sklaverei-Kritikers Biram Dah Abeid gefordert. Bild: Jefunky via Wikimedia CC BY-SA 4.0
Weimarer Menschenrechts-Preisträger seit fast fünf Monaten in Mauretanien in Haft
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat die Freilassung des in Mauretanien inhaftierten Parlamentsabgeordneten und Sklaverei-Kritikers Biram Dah Abeid gefordert. Der Träger des Weimarer Menschenrechtspreises und der höchsten Auszeichnung für Menschenrechtler der Vereinten Nationen ist seit fast fünf Monaten inhaftiert.
Mauretanien wird seit Jahren wegen anhaltender Sklaverei kritisiert und sperrt Sklaverei-Gegner ins Gefängnis. Foto: Tobias Mandt via Flickr
Kritik an Afrikanischer Union: Nicht länger zur Sklaverei in Mauretanien schweigen!
Zum Internationalen Tag gegen Sklaverei hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) die Afrikanische Union (AU) aufgefordert, nicht länger zur Sklaverei in Mauretanien zu schweigen und die jüngsten Haftstrafen für Menschenrechtler in dem nordwestafrikanischen Land zu verurteilen.
Den Festgenommenen drohen in dem voraussichtlich am 3. August beginnenden Gerichtsverfahren langjährige Haftstrafen. Sie werden beschuldigt, eine zum Teil gewalttätige Demonstration von Slumbewohnern gegen die Zwangsräumung ihres Wohnviertels mitorganisiert zu haben. Die Menschenrechtler weisen die Vorwürfe aber als haltlos zurück. Foto: GfbV
Unrechtsurteile gegen mauretanische Anti-Sklaverei-Kämpfer
13 Sklaverei-Gegner und sieben Demonstranten in Mauretanien wurden am 18.08.2016 zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt.
Den Festgenommenen drohen in dem voraussichtlich am 3. August beginnenden Gerichtsverfahren langjährige Haftstrafen. Sie werden beschuldigt, eine zum Teil gewalttätige Demonstration von Slumbewohnern gegen die Zwangsräumung ihres Wohnviertels mitorganisiert zu haben. Die Menschenrechtler weisen die Vorwürfe aber als haltlos zurück. Foto: GfbV
Mauretanien: Langjährige Haftstrafen für Sklaverei-Kritiker
Die harschen Urteile gegen 13 Sklaverei-Gegner und sieben Demonstranten in Mauretanien hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) scharf kritisiert.
Mit einer bunten Aktion forderten wir die Freilassung von inhaftierten Sklaverei-Kritikern, die unrechtmäßig in Haft sind! Ihnen drohen lange Haftstrafen.
Sklaverei in Mauretanien muss endlich wirksam bekämpft werden!
Wir haben zum Auftakt der Gerichtsverfahren gegen 13 inhaftierte Sklaverei-Kritiker in Mauretanien mit einer Protestaktion vor der Botschaft des Landes in Berlin die Freilassung der Angeklagten gefordert.
Menschenrechtler fordern Freilassung von inhaftierten Sklaverei-Kritikern, die heute vor Gericht gestellt werden! Ihnen drohen lange Haftstrafen. Foto: Michaela Böttcher für GfbV
Mauretanien: Aktion in Berlin für die sofortige Freilassung von Sklavereikritikern
Zum Auftakt der Gerichtsverfahren gegen 13 inhaftierte Sklaverei-Kritiker in Mauretanien haben Menschenrechtler mit einer Protestaktion vor der Botschaft des Landes in Berlin die Freilassung der Angeklagten gefordert.